"Jetzt singt sie auch noch" heißt Barbara Schönebergers erstes Album. Das spricht für Selbstironie und Ehrlichkeit. Ehrlich ist auch der Titel der zweiten Publikation: "Nochmal, nur anders".
Die amerikanische Rockband Eels begeistert einmal mehr mit schmerzgeladener Lyrik, melancholischen Gitarrenklängen, sowie der unverkennbar rauen, aber gefühlvollen Stimme von Frontman 'E'. Mit "End Times" bescheren uns die Eels ein weiteres wundervoll inszeniertes Themen-Album, das sich rund um Ende und Abschied dreht.
Die Sängerin aus Sydney, in Ihrer Heimat als großer Star gefeiert, in Europa noch unbekannt, veröffentlicht Ende April 2010 ihr neues Album "As Days Follows Night". Gleichzeitig startet auch Ihre Europa-Tournee.
The Kinks sind eine Band aus einer Zeit, als man keine polierte Stimme und super Aussehen brauchte um ein Publikum zu finden, sondern "lediglich" musikalische Kreativität, Melodien und - siehe Beatles - vielleicht einen Bekannten mit einem Schlagzeug. Sie stammen aus der "Gründerzeit der Popmusik". Deswegen werden ihre Songs sie sicher überleben.
Das Debüt-Album einer Band aus England, die direkt aus dem Post-Punk der frühen 1980er Jahre entsprungen hätte sein können. Dunkler Sound mit virilem Pop-Anspruch und Geschichten von der anderen Seite der Stadt.
Suzanne Vega hat etwas von einer irischen Marlene Dietrich. "Marlena on the Wall" war nicht umsonst eine Hommage an die feminine, doch erotische unabhängige Chanteuse. Zeitlosigkeit ist ein wichtiges Wort, um die immer noch in ihrer Geburtsstadt New York lebende Songstress und Dichterin zu beschreiben. Auf Twitter schrieb sie kürzlich, sie habe sich die Stöckelschuhe nach ihrem Auftritt gerne ausgezogen. Ein Bericht von US-Korrespondentin Denise Riedlinger (New York).
Mit ihrem Slow Motion Orchestra sorgt die norwegische Sängerin Solveig Slettahjell bereits seit einem guten Jahrzehnt für Aufsehen, der internationale Durchbruch gelang ihr 2004 mit "Silver", und nach "Domestic Songs" (2007) veröffentlicht sie nun mit "Tarpan Seasons" 12 neue Lieder.
Was kommt nach einem Album, auf dessen Cover ein Sticker mit der Aufschrift "The Final Recordings" prangte? Richtig. Die allerletzten Aufnahmen. "American VI: Ain't No Grave" von Johnny Cash ist das zweite postume Album aus dieser Reihe und angeblich wird kein weiteres mehr folgen. Das Cover ziert den Sänger im Kindesalter, im Booklet sieht man seine knorrige Hand. Ganz und gar nicht knorrig hingegen, was man zu hören bekommt. Der letzte Baustein von Cash ist zugleich ein weiteres Meisterwerk.
James Brown, der Soulbrother No. 1 ist auf diesem wieder veröffentlichten Live-Album "at the Garden" mit vor purer Dynamik strotzenden Songs zu hören. 1967 erstmals (stark verkürzt) veröffentlicht liegt nun endlich eine "Expanded Edition" vor.
Na bitte, es geht doch. Es muss nicht immer nachgeahmt werden, es darf auch mal eine individuelle Handschrift haben. Der Lohn: die österreichische Bluessängerin Meena Cryle schaffte es mit exzellenten Liedern und wuchtiger Stimme einen mehrjährigen drei Alben umfassenden internationalen Deal beim prominenten Label Ruf Records zu erhalten. "Try Me" heißt das erste Album und wir sagen gleich vorweg: Yes, buy it!
Ein ganz großes Soul-Album ohne peinliche Zugeständnisse an den Zeitgeist legt Smokey Robinson mit "Time Flies When You're Having Fun" vor.
Einer der besten und einflussreichsten Rock-Schlagzeuger - Ex-Beatle Ringo Starr - legt mit "Y Not" sein nunmehr 15. Studioalbum vor und agiert dabei auch erstmals als Produzent.
Hinter dem Bandnamen stecken die österreichischen Musiker Martin Philadelphy und Stephan Sperlich. Auf "Animalation" gibt es skurrile Songs über Ratten, Fische, Vögel, den gestiefelten Kater und Kalif Storch in deutscher und englischer Sprache zu hören.
Was in den 1960er Jahren begann, nämlich ein Album mit dem Titel "...sings Bob Dylan" zu veröffentlichen, kam bis heute nicht wirklich aus der Mode. Nur ganz wenige, wie z.B. Jimi Hendrix, schafften es, das Dylan-Original auf ein neues Level zu bringen, viele scheiterten bei diesem Unterfangen auf hohem Niveau, die meisten scheinen hingegen vor Ehrfurcht die Eigenständigkeit bei der Studiotür abgegeben zu haben. So auch Dirk Darmstaedter.
Seit mehr als 40 Jahren beschäftigt sich der Pianist auf hohem Level mit Blues und Boogie, und auch sein "Boogie Woogie Storm" mit dem Untertitel "Martin Pyrker plays Chamber Blues" lässt für Fans dieser Musikrichtung keine Wünsche offen.
Mit dem Yellow Magic Orchestra schrieb der Japaner Ryuichi Sakamoto erstmals Musikgeschichte im avantgardistischen Elektro-Pop-Bereich. Einen Oscar erhielt er für die Filmmusik zu "Der letzte Kaiser", und sogar als Schauspieler konnte er überzeugen. Nun folgt sein bisher wohl intimstes Werk.
Der amerikanische Jazz Trompeter Chris Botti liefert mit "In Boston" ein weitestgehend gefälliges und sich stets am Rande der Kitschgrenze befindendes Album ab. Unterstützt wurde er dabei von einer Heerschar an prominenten Musikerkollegen.
Sie ist die Duchess of Coolsville, Poetin, ausdrucksstarke Stimme und große Melodienerfinderin: Rickie Lee Jones. Mit "Balm in Gilead" veröffentlicht sie ein weiteres kolossales Album, das mit intensiven Texten und musikalischen Feinheiten überzeugt.
Alleine die Besetzung lässt ahnen, dass auf dem Album "Moving Out" exzellenter Jazz zelebriert wird. Die Ahnung trügt nicht: Die Umsetzung der fünf Kompositionen, vier von Sonny Rollins, markieren einen der vielen Meilensteine in der Karriere des Saxofon-Giganten.
Im Rahmen der Rudy Van Gelder Remasters erfährt das Album "Monk" von eben diesem eingespielt mit u. a. Art Blakey und Sonny Rollins klanglich eine neue Politur.
Dieses jazzhistorisch bedeutende Quintett von 1957 spielte vier Alben ein, "All Morning Long", "Soul Junction", "High Pressure" und "Dig It!". Letzt genanntes ist nun in der Rudy Van Gelder Remasters Serie auf CD erhältlich.
Das vorliegende Live-Konzert vom Third International Festival of Jazz D'Antibes, Juan-les-Pins aus dem Jahr 1962 markiert einen der unzähligen Festival-Triumphe von Dizzy im musikalischen Verbund mit Lalo Schifrin und Leo Wright, das es nun im Rahmen der Verve Originals Serie wieder zu entdecken gilt.
Alben wie dieses werfen durchaus die Frage auf ob Qualität nach oben hin begrenzt ist und lassen zudem keinen Zweifel aufkommen, dass Abdullah Ibn Buhaina alias Art Blakey und seine Jazz Messengers zu den genialsten Jazz-Bands aller Zeiten gehörte.
Von 1928 bis zu seinem Tod 1970 war der Alt-Saxofonist John Cornelius Hodges als Musiker beim Duke Ellington Orchester tätig; ausgenommen einer Unterbrechung zwischen 1951 und 1955 - in dieser Zeit entstand u. a. auch "Used to be Duke". Hier ist er ohne Ellington, dafür aber mit John Coltrane zu hören.
Im Jahr 1960 veröffentlichte der Vibraphonist Terry Gibbs und seine Big Band das kongeniale Album "Swing is Here!", das in der Verve-Serie Originals zu neuen Ehren gelangt.
Der Soundtrack zum Kinofilm "Soul Kitchen" von Fatih Akin liefert
eine interessante wie kuriose Mischung aus Funk, Soul, Jazz, Dub, bis hin zu Schlager mit Hamburger Wurzeln.
Anlässlich des 75. Geburtstages von Elvis Presley - er wurde am 8. Jänner 1935 in East Tupelo, Mississippi geboren - gibt es mit "Elvis The King: 75th Anniversary (Austrian Limited Editon)" seine 75 größten Hits auf 3 CDs.
Manu Chao beschert allen Weltmusikfans und Sonnenanbetern wahrlich frohe Weihnachten. Und zwar mit "Baionarena", dem Doppel-CD/DVD Live-Mitschnitt des Auftritts in Bayonne, Frankreich vom 30. Juli 2008. Insgesamt 4-stündiges Ton- und Videomaterial stellt uns der französische Musiker dabei zur Verfügung.
Florian Randacher alias Flow Bradley ist wieder da. Zuletzt
erfolgreich mit Ausseer Hardbradler, schlägt sein Herz nun für sein
neuestes Projekt: die African Heartbradler. Reggae und Volksmusik - diese
Mischung gehört eindeutig gehört.
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