Die in Deutschland lebende brasilianische Sängerin und Gitarristin Zelia Fonseca veröffentlicht mit "Impar" ein betörendes wie berührendes Album.
Das neue Wienerlied verschlägt es nun "mit links" in ein musik-literarisches Glanzmodell, umgesetzt von den drei Herren Stefan Slupetzky, Martin Zrost und Tomas Slupetzky. Einem vergnügten Abend steht damit nichts im Weg.
Ein schlicht als sensationell zu bezeichnendes Album liefert K.C. McKanzie mit dem von Americana, Bluegrass und auch britischem Folk beseelten Album "DryLand" ab.
Ein neues Album von Mavis Staples ist meistens auch ein politisches Statement. Auf "You Are Not Alone" dominiert allerdings das Hoffnungsprinzip der Gospel-Musik, frisch aufbereitet von Wilco-Sänger Jeff Tweedy.
Mit einem sehr speziellen Debüt-Album lässt die österreichische Band Moon Airport Mystery aufhorchen. Realität und Fantasie verschwimmen in deren New Space Rock Music gehörig und tauchen in einen Fantasie-Freiraum ein, den es sich lohnt zu entdecken.
Ein schmucker Holzkasten dient dem Album "The Shepherd's Dream" als Aufmachung. Gut so, denn je weniger Plastik desto besser. Und auch musikalisch ist Die Anarchistische Abendunterhaltung (DAAU) weit weg von Plastikgeschmack.
Die Sixties-Band aus Wien gibt mit "Naked as the Jaybirds" nach längerer Zeit wieder mal ein kräftiges Lebenszeichen von sich, zudem veröffentlicht Jaybirds-Sänger und Gitarrist Norb Payr mit "Hiding Place" ein entspanntes Folk-Country-Rock-Album.
Der in der Schweiz geborene Musiker lebt seit 1997 in Wien und spielt ein ungewöhnliches Instrument: den Chapman-Stick. "aNDREmu" beeindruckt mit großformatigen Ambient-Klangbildern mit Gesang und instrumentalen Solostücken.
Vergnüglich und intelligent, auch so kann Pop made in Austria anno 2010 klingen. Iris T. macht es vor, verknüpft Jazz der Frühzeit und Chanson mit deutschen Texten und macht uns tanzen.
Die Managerin ist mit seinem Geld durchgebrannt und somit beschert uns eine leer geräumte Cohen-Kassa den Live CD-DVD Doppelpack "Songs from the Road".
Des Bassisten Nenad Vasilic World-Jazz mit allerlei kosmopolitischen Bezugspunkten entsteht in Wien, und sorgt, zumindest in der Jazz-Szene, für erhebliches Aufsehen. "Just Fly" wird daran nichts ändern. Im Gegenteil.
Saxofonist Herb Berger entdeckt ein neues Arbeitsinstrument, die chromatische Mundharmonika, und verzaubert mit zart-bittren Kompositionen.
10 Jahre Denk muss gefeiert und gleichzeitig das Motto für die nächste Dekade ausgegeben werden: "Tua weida."
Woran mag wohl Georg Breinschmid denken, wenn er seinen Kontrabass schlägt? Eine ausführliche Antwort auf diese Frage bringt das Doppel-Album "Brein's World", sowie die Erkenntnis, dass World, Jazz, Pop, Wienerlied, Soul und Klassik sehr wohl unter einen Hut passt.
Der Bandname sorgt im Internetzeitalter, vor allem bei E-Mail-Aussendungen, für obskure Warnhinweise. 1979 gegründet, gelang den Minimalisten rund um Rudi Nemeczek ein paar veritable Hits, allen voran "Rudi gib acht" im Jahr 1984.
Lange hat man warten müssen, dass die, meistens sehr vitale, Musikszene in Wien eine Art Übersicht erhält. Und jetzt gibt es gleich zwei davon: eine 4-CD-starke Kompilation mit Musik aus Wien mit internationalem Hintergrund und eine CD mit quasi hiesigem Hintergrund.
Erfrischend und unheimlich gut. So kann man in aller Kürze das Album "Didn't You Say" von Jazz-Sängerin Simone Kopmajer beschreiben.
Bereits mit ihrem zweiten Album gelingt der Sängerin, Gitarristin und Komponistin Julia A. Noack eine unverwechselbare Handschrift. "69.9" beherbergt 12 Songs, ist aber beileibe keine Dutzendware. Im Gegenteil.
Einmal mehr lässt "The Night Tripper" Mac Rebennack aka Dr. John mit seinem satten Swamp-Funk-Gebräu aufhorchen und legt mit "Tribal" ein versponnenes Werk vor, oder: unverfälschter Voodoo-Zauber vom Feinsten.
Eine gelungene Momentaufnahme, die sehr gut die Entwicklung der Band aufzeigt, veröffentlicht Willi Resetarits und sein Stubnblues mit dem vorliegenden Live-Album "16 Liada fia olle und 3 Gedichta fia d Moni".
Das Hip-Hop-Duo "Herr von Grau" aus Berlin, dessen Produktivität seines Gleichen sucht, ist in Österreich wahrscheinlich kaum jemandem bekannt, doch das sollte sich schleunigst ändern, denn HvG hat nämlich einiges auf dem Kasten. Bestens nachzuhören auf dem Album "Revue".
Schlagfertige Texte und ausdauernde Riddims gepaart mit einem Hauch jamaikanischer Sonnenstrahlen und einer Prise Hoffnung ergeben einen Boxkampf der Sonderklasse: "Meine Damen und Herren: Runde 3!" - so beginnt das 3. und neue Album der österreichischen Reggae-Brüder Professa und Syrix von Iriepathie.
Das erste Album von Violetta Parisini - "Giving You My Heart To Mend" (VÖ: 28. Mai 2010) - zwingt Liebhaber von unkonventioneller Popmusik in Kombination mit einer emotionsgeladenen Frauenstimme und diversen Einflüssen aus Rock, Soul, Elektronik und verträumten Balladen in die Knie und stellt potenzielle Suchtgefahr für ebensolche dar.
Das vierte Album von Katie Melua läutet eine neue musikalische Ära innerhalb ihres Oeuvres ein. Anstelle von Mike Batt nahm William Orbit den Platz als Produzent auf "The House" ein und auch im Songwriting-Team gab es massive Änderungen.
"All Tomorrow's Parties" mitten aus der Wüste: Zwei Alben, die Ihren Ursprung in der Wüste zwischen Algerien und Mali haben liegen mit "BKO" von Dirtmusic und "ADAGH" von Tamikrest vor.
Es ist irgendwie ein eigenartiges Gefühl bereits im Frühling eine Ahnung davon zu haben was das Album des Jahres 2010 sein wird. "This Charming Life" von Joan Armatrading bietet allerdings keine Alternative andere Gedanken zuzulassen.
Man würde nicht lügen, wenn man - noch vor Veröffentlichung und erstem Hören - behauptete, bei der Produktion "Übers Meer" von Max Raabe handele es sich um ein Hitalbum. Es reicht ein Blick auf die Titelliste.
Das feine Münchner Label Trikont, bekannt für seine exzellent zusammengestellten Compilations, hat wieder zugeschlagen. "I Smell A Rat" würdigt die Wurzeln des Rock'n'Roll, während sich "Head Over High Heels" Sängerinnen und Hollywood-Legenden widmet.
Lange hat er seine Fangemeinde warten lassen. Vier Jahre nach Erscheinen des letzten Dendemann-Albums "Die Pfütze des Eisbergs" wird nun endlich mit hervorragenden Tracks für Ohren, Herz und Hirn auf der neuen Platte "Vom Vintage Verweht" nachgelegt.
Gut Ding braucht Weile - so auch das neue Album vom ehemaligen FK-Allstar. Ganz nach dem Motto des Titelsongs, "Irgendwann / Kommt's zusammen / Irgendwann, Irgendwann / Und bis dann Komm, wir fangen mal an", arbeitete Max Herre fünf Jahre an diesem guten Ding bis es fertiggestellt war. Doch es hat sich ausgezahlt. "Ein Geschenkter Tag" ist das, was wir nach langem Warten bekommen.
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