Der Debütroman von Wolfgang Herrndorf liest sich als authentischer Ausdruck einer verlorenen Generation, die von Gelegenheitsjobs lebt, sich die Nacht in dunklen Kneipen mit "Sex & Drugs & Electro" um die Ohren schlägt und dabei ihre intellektuellen Fähigkeiten im Alkohol ertränkt, um sich ganz und gar dem Weltschmerz hinzugeben.
"Du maximierst mein Glück." Wer bei diesem Untertitel noch an verborgene Qualitäten oder gar eine gelungene Persiflage Thomas Hönscheids auf den Arztroman glaubt, wird spätestens in der zweiten Spalte alle Hoffnung fahren lassen. Es reicht leider nicht, den Wortschatz eines verwirrten Mikroökonomiestudenten im sechsten Semester und abgedroschene Waldluftphrasen in Groschenromanform zu bringen um zu überzeugen.
Ein 1940er Jahre Krimi im amerikanischen Bestseller-Format von Kathryn Miller Haines. Es herrscht Krieg auf der Welt und das Leben in New York ist hart. Besonders wenn man als junge Schauspielerin überleben will. Deshalb verdingt sich Rosie Winter nebenbei in einem Detektivbüro. Die erste Leiche ist ihr Boss. Für die Polizei sieht es nach Selbstmord aus. Damit ist der Weg frei für private Ermittlungen.
Seine Sprache, seine Stärke, sein Charisma steht im Zentrum von Stefan Gösslers Buch zur Person Barack Obama. Die Rhetorik einer Erfolgsgeschichte über die helle Seite der Macht beeindruckte auch Tristan Jorde.
Ein großer Erzähler treibend im Fluss. "Die Morawische Nacht" von Peter Handke ist ein poetisches Denkmal für den Balkan, ein Buch voller Schönheit, einzigartiger Sprache und von berührender Menschlichkeit. Leseeindrücke von Tristan Jorde.
Der griechische Philosoph Epiktet gibt in diesem Büchlein Anweisungen und Anleitung, wie man zu einem ausgeglichenen und glücklichen Menschen wird. Das ist nicht einfach, und wahrscheinlich sogar eine der schwierigsten "Aufgaben", die das Leben zu bieten hat, aber in Epiktets Texten scheint es leicht zu sein.
Das vorliegende Buch des flämischen Autors Dimitri Verhulst ist wie ein Märchen über das Leben und die Liebe, ein großer Roman in wunderbarer Übersetzung von Rainer Kersten.
In dem Roman von Susanne Fröhlich geht es nicht um gesunde Säfte, sondern um die Geburt eines Kindes der Ich-Erzählerin, die Vorgeschichte, den Krankenhausaufenthalt und was man in dieser Lebensphase so alles erlebt. Frisch gepreßt eben.
Ein Tag Zeit, eine Schüssel mit exotischen Früchten für kleine Pausen und schon ist man bereit für eine einfühlsame, dramatische, überraschende und emotionelle Reise in die Jugend des siebzigjährigen Raj. Einen Tag deshalb, weil die junge Autorin Nathacha Appanah in einem zarten und fließenden Stil schreibt, der nur kurze Pausen zulässt, ständig die Neugierde weckt und mit Überraschungen punktet.
Wenn das absolut perfekte Verbrechen gelingt, dann hätten Sie es geschafft. Doch was dann? Wohin mit sich und dem vielen Geld? So weit reichen die Gedanken der nordfranzösischen Hafenstadtgauner nicht. Autor Tanguy Viel konzentriert sich in dieser Etüde mit rauem Charme auf das Wesentliche: Plan, Ausführung und Abrechnung.
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