Traditionen haben es in sich, irgendwann mal zu enden. Diese Tradition, von der wir hier schreiben, feierte ihr triumphales Ende am 5. April 2006 im knallvollen Porgy & Bess. Es handelte sich um das Ende der 10-jährigen Geschichte rund um Christian Mühlbacher und seine One Night Big Band.
Der Kanadier, der alle be- und verzaubert, gab nun sein zweites Wien-Konzert. Diesmal im Rahmen der Ausstellungseröffnung von "Superstars - Von Andy Warhol bis Madonna", das im Bank Austria Kunstforum und Kunsthalle Wien bis Februar 2006 gezeigt wird.
Die erste Überraschung war, dass die vier Vokalesen in einem bei weitem nicht ausverkauften Konzerthaus ihre Show abzogen, und die zweite Überraschung war, dass nicht alles Show war. Von Manfred Horak.
Bevor Fadesse eintrat, machte Keita das einzig richtige: Der weißgewandete Sänger kniete sich nieder und sagte, sinngemäß: "Bitte, erhebt euch von euren Sitzplätzen und tanzt, denn Musik aus Afrika ist Musik zum Tanzen!"
Die Seeräuber räubern so gut sie können und die operklosterneuburg opert eben so gut sie kann. Wetterbedingt ist das Spektakel meist ein zweiortiges, im Freien im Stift Klosterneuburg, unter Dach in der Babenbergerhalle. Traditionell scheint es bei dem Opernspektakel nur zwei Wetterzustände zu geben, entweder es regnet, meist irgendwann während der Aufführung, oder es herrscht drückende Hitze.Trotz dieser Wetterkapriolen bietet sich ein Familienausflug mit Gesang nach Klosterneuburg Jahr für Jahr an, so auch heuer.
Sie hatten beide leichtes Spiel und gaben dennoch alles. Von Manfred Horak.
Der Auftakt der Opernkonzerte im Rahmen von Jazzfest Wien brachte dem Publikum den alten Soulmeister Solomon Burke zu Gehör. Und dabei wurde wahrlich wohlfeiles für Herz und Seele geboten. Von Robert Fischer.
Erfolgreiche Alben, unermüdliche Touren mit viel gerühmten Auftritten und prominente Fans wie Bob Dylan sorgen dafür, dass die australische Band The Waifs langsam aber doch, auch ohne Unterstützung eines Major-Labels, jene Aufmerksamkeit in Europa erhält, die sie verdient.
Noch im Jahr 1986 vertrat Kristi Stassinopoulou ihr Heimatland Griechenland bei dem unsäglichen Eurovisons Song Contest und was niemand erwartet hatte trat ein, Kristi Stassinopoulou schaffte es und wurde zum Superstar in Griechenland - aber nicht mit Song Contest Lächerlichkeiten sondern mit hervorragend guter Musik. Nun gastierte Kristi Stassinopoulou im Rahmen vom Festival "Balkan Fever" in Wien.
Christoph Cech und der Neuen Oper Wien ist mit Orfeo eine spannende Begegnung von Mythos, Leidenschaft und Hoffnung mit dem rational konzipierten Musiktheater des Heute gelungen. Von Julie Larssen.
Brian Augers Familienunternehmen gastierte in Joe Zawinuls Birdland und das 66jährige Urgestein der Rock, Jazz und last but not least Popgeschichte zeigte dem enthusiastischen Publikum nicht nur wie man in Würde altert sondern auch, wie man, gleich dem legendären Comic-Helden Lucky Luke, schneller als sein Schatten sein kann. Über eine orgiastische Tour de Force an der Orgel berichtet Alfred Krondraf.
Die junge Multikultiband rund um Frontfrau Fatima Spar tobte im Rahmen des Festivals "Balkan Fever 2005" über die Bühne der Szene Wien und brachte den Saal zum Kochen.
Hochprozentige Gypsy-Brass-Musik zum gelungenen Auftakt des Festivals Balkan Fever 2005.
Die besten Konzerte sind doch immer wieder die, bei denen man nicht genau weiß, was einem erwarten wird. Von Robert Fischer.
Die Gruppe aus dem hohen Norden, von den Österreichern wohlbekannten Faröer Inseln und aus Island, benennt sich nach der Weltesche aus der Germanischen Heldenmythologie und gastierte erstmals in Wien.Im Porgy & Bess bewiesen sie, dass Musik aus den nördlichen Gefilden nicht immer ätherisch und abgehoben sein muss.
Mühlbacher und Freunde spielten am 5. April im Porgy & Bess. Seit 1998 ist dieser Termin für die einzigartige "Ein-Tag-pro-Jahr-Big-Band" reserviert und Jahr für Jahr erscheint zu diesem Datum der Mitschnitt des Konzertes des vergangenen Jahres auf DVD. Es bieten sich also zwei Gründe an um über diesen Event zu berichten. Alfred Krondraf sah und hörte Mühlbacher und Freunde 2004 und war beim Jahreskonzert 2005.
Zu einem bluesigen Intro erklommen die vier hübschen Mädeln um Lead-Sängerin Brett Anderson (nein, sie ist natürlich nicht verwandt mit dem "Suede"-Sänger!) die Bühne - kurzes Einzählen - LET´S GO!
Die legendären Neville Brothers aus New Orleans waren nach langjähriger Abstinenz wieder einmal auf Tour in Europa. Zu verdanken war dieses Ereignis der aktuellen CD "Walkin' In The Shadow Of Life", das bei EMI erschienen ist. Das Album überzeugt mit hartem Street-Funk und nicht zuletzt auch mit dem bereits als zerstört gegoltenen Song "Rivers Of Babylon", das die Neville Brothers in einer gültigen Version würdigen. Ihre Rückkehr wurde auch bei ihrem Konzert in München begeistert gefeiert. Von Robert Fischer.
"Tanzen" ist der Titel des Tonträgers von und mit Agnes Heginger und Georg Breinschmid, dem jazzigsten Traumpaarduo im Entertainment-Bereich - und dem witzigsten! Alfred Krondraf war für Kulturwoche.at bei der CD-Präsentation.
Im Visier standen die schwedische Sängerin Anna Ternheim, die soeben bei Universal Music ihr Debütalbum außerhalb Schwedens veröffentlichte, "How much, Schatzi?" von H.C. Artmann im dieTheater Künstlerhaus und der Live-Auftritt von Ex-Rainbirds-Sängerin Katharina Franck in der Muffathalle München, deren aktuelles Album Kulturwoche.at in höchstem Maße schätzt.
"Tod bedeutet für mich nur den Verlust der Stimme, niemals das Ende meiner Existenz." Nataša Mirkovic-De Ro überzeugt restlos in ihrer "Kassandra"-Darstellung. Von Birgit Gabler.
Im Rahmen der Festwochen Gmunden gastierte die Grand Dame des Big Band Sounds mit einer erstklassig besetzen Truppe im Stadtheater und verführte das Publikum zu einem Ausflug in einen verrauchten Jazzclub mitten in New York der 1950er Jahre. "Appearing Nightly at the Black Orchid" benannte sie das Programm der Verführung.
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