Ein gewagtes Hawaiihemd, zwei gut aufgelegte Ex-Klassiker, ein voller Saal und eine wunderbare Club-Atmosphäre, viel mehr ist für eine Premiere ja gar nicht notwendig.
Ein von Lockerheit geprägtes Gastspiel absolvierte das Roland Neuwirth Trio am 7. August 2007 im überfüllten Theater am Spittelberg. Der rote Faden des Programms Wien g’spürn bestand aus Liedern zum Thema Wein unter besonderer Berücksichtigung einiger eleganter Seitenhiebe Richtung Parteien - von den Bezirksdominanten Grünen bis hin zu Schwarz, Rot und den blau-orangen Rechten.
Dass ein Pearl Jam-Konzert auf einem Festival nur ein schlechter Kompromiss ist, bewies die Kult-Band aus Seattle einige Tage später bei ihrem Konzert in Düsseldorf, Deutschland. Der Wind, der Regen. Die vielen Besucher, die wegen anderer Bands das Festival besuchen und die dadurch fehlende Stimmung. Der kilometerlange Weg zum Parkplatz. Alles, was auf dem Nova Rock-Festival 2007 nervte, verkehrte sich bei der "normalen" Performance in Düsseldorf ins komplette Gegenteil.
Zugegeben, sie hatte leichtes Spiel (aber - und das fällt mir soeben ein und auf: das hatte ich bereits einmal in einem Konzertbericht von Rebekka Bakken geschrieben - scheinbar hat sie hierzulande bei einem Konzert immer ein leichtes Spiel die Gunst vom Publikum in kürzester Zeit zu erobern; Anm.) und sich dennoch nicht in die Automatik des Runterspielens diverser Lieder begeben, sondern ziemlich viel gegeben.
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