Die belgische Performancekünstlerin Sarah Vanhee verwandelte das Kasino am Schwarzenbergplatz für "The Great Public Sale of unrealized but brilliant ideas" in ein Auktionshaus. Insgesamt 23 Ideen verschiedener internationaler Künstler wurden professionell präsentiert, geschätzt und von Andrea Jungmann, der Direktorin von Sothebys Wien, mit unwiderstehlichem Lächeln ratz fatz versteigert.
Ein Lückenfüller-Stück. Ohne Bühnenbild, ohne Live-Musik - ganz und gar untypisch für Alain Platel. Seine nächste große Produktion wurde verschoben, aber er war seinen Tänzern schon im Wort. So entstand diese 90-minütige Etüde zwischen Hysterie und Ekstase "Out of context". 'For Pina' (Bausch) in Erinnerung an die im vergangenen Jahr verstorbene Mitbegründerin des Tanztheaters, die ihre Tänzer auf der Bühne ihre eigene Identität finden ließ.
Nicht-Tanzen ohne Musik auf höchstem Niveau. Aber das in verschiedenen Schattierungen, in die man unterschiedlich viel hineingeheimnissen kann. Der zeitgenössische Tanz versucht sich schon seit längerem neu zu erfinden. Das Zauberwort unter den Choreographen heißt "research". Entsprechend verkopft ist es dann mitunter. Immerhin kann und darf manchmal auch gelacht werden.
Früher hätte es das nicht gegeben! Vollbärtige Tänzer in Jeans und Turnschuhen, wenig Bewegung, gedämmtes Licht und die ersten 90 Minuten überhaupt keine Musik. Das alles zu später Stunde bei der Tanzperformance "The Song" von der belgischen Kompanie Rosas und bei drückender Schwüle. Da hängt der Theaterschlaf im Volkstheater verführerisch in der Luft.
Kann es sein, dass ein einziger Mann, von dem man nichts sieht als Rastazöpfe und ein paar Armschlenker, tausend Leute in den Bann zieht? Zumal Savion Glover bei der Eröffnung des ImPulsTanz-Festivals am 16. Juli 2009 in einer Disziplin antritt, die in Österreich als ähnlich cool gilt wie die Sendung "Autofahrer unterwegs", dem Rhythm Tap, Spezialabteilung "Hoofers"? Und wie das sein kann!
Von tanzenden Katzen und anderen Randerscheinungen.
Die Performance Correspondances von Kettly Noël & Nelisiwe Xaba, die am 23.Juli 2007 im Schauspielhaus auf die Bühne gebracht wurde, bot dem Publikum eine Vielzahl an Eindrücken. Schwankten die einstudierten Bewegungsabläufe auch zwischen anspruchsvollen Tanzeinlagen auf High Heels und kuriosen Paartanz mit Puppen, so hätte die Botschaft der beiden Tänzerinnen nicht eindeutiger sein können: nämlich, die politische und soziale Lage am afrikanischen Kontinent.
Es war ein reichlich kurioser Abend, der da im Rahmen vom ImpulsTanz Festival am 13. Juli 2007 im Kasino am Schwarzenbergplatz über die Tanzbretter abging. Es war ein Abend der Widerparts, der Gegenströmungen und der sinnentleerten Bewegungen. Ein Abend mit Loïc Touzé-Claude Delangles Elucidation, sowie Julie Nioches La Sisyphe. Ein Abend zum Schmunzeln und ein Abend zum Gähnen.
Den Auftakt zum ImpulsTanz 2007 gab am 12. Juli das international erfolgreiche Performance-Duo Jonathan Burrows und Matteo Fargion im Wiener Schauspielhaus.
Im Scala Theater Basel fand zwischen 18. und 20. Mai 2007 das IX. Symposium der Tanzmedizin statt. Unter dem Motto "Nervensache Tanz" diskutierten Ärzte, Wissenschaftler und Tanzschaffende die Gesundheit von Tänzern. Ein umfangreiches Workshop-Programm sorgte neben den zahlreichen Vorträgen für die praktische Umsetzung der Theorie in Tanz und Bewegung.
Die Khaled Seif Gruppe gastierte in der Szene Wien und brachte morgenländisches Feeling in das nasskalte Wien. Die tanzbegeisterte Szene gab sich im ausverkauften Haus ein Stelldichein.
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