Die Suche nach Opulenz und Idealismus. Choreografin und Performerin Doris Uhlich goes Techno: The whole world can hear me as I think too loud. Im Rahmen des Projekts House on Fire war diese Eigenproduktion am 26.09.2014 im brut Wien zu sehen.
Die Schlusswoche des ImPulsTanz Festivals bot Tanz-Kulinarik unterschiedlicher Gar-Stufen. Die Highlights: Die Wiederaufnahme von Chris Harings / Liquid Loft Talking Head, sowie The Lee Ellroy Show von Hans Van den Broeck / Cie SOIT und Ismael Ivo / Grupo Biblioteca Do Corpo mit Erendira.
Tanz den Schwanensee: Die junge südafrikanische Tänzerin und Choreographin Dada Masilo rockt ihre Schwanensee-Adaption frech und erdig mit afrikanischem Ensemble. Ohne Spitzenschuh, dafür mit Hüftschwung, oder: Wenn Schwäne Federn lassen.
Das bis 17. August stattfindende Impulstanz-Festival hat würdig mit Alain Platels "tauberbach" im Volkstheater eröffnet. Die Produktion von les ballets C de la B und den Münchner Kammerspielen wurde als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen im deutschsprachigen Raum zum Berliner Theatertreffen 2014 eingeladen.
Zwei schlicht mit den Zahlen 4 und 2 nummerierte Tanzstücke zeigt der chinesische Choreograph Tao Ye mit seinem TAO Dance Theater bei den Wiener Festwochen 2014 im Odeon. Es begeistern Körper, deren Bewegungen nach einem gut gestimmten inneren Uhrwerk abzulaufen scheinen.
Marlene Monteiro Freitas Gesicht verändert sich im Sekundentakt. Gepeitscht von einer permanenten Trommelfanfare steigt sie in "Guintche" in einen auf der Bühne im brut im Künstlerhaus aufgebauten Boxring. Ihr Gesicht wird an diesem Abend Identitäten wechseln, als wäre ihre Haut aus Wachs, wandelbar und bis zur Unkenntlichkeit formbar. Von Veronika Krenn.
Panaibra Gabriel Canda tanzt sich in "The Marrabenta Solos" im brut im Künstlerhaus unter Gitarrenklängen Schicht um Schicht durch Spuren der Geschichte seines Landes, die seine Identität - und damit auch seinen Körper - beeinflussen. Über den Lebensbeat und den Körper als Museumsstück berichtet Veronika Krenn.
The Loose Collective, Senkrechtstarter der heimischen Tanz- und Performance-Szene, loten in ihrer Uraufführung von "The Game Game" im Tanzquartier Wien den menschlichen Spieltrieb aus. Von Veronika Krenn.
Mit seinem Tanz-Solo "Desh", gezeigt im St. Pöltener Festspielhaus, begibt sich der in London geborene Tänzer und Choreograf Akram Khan nach Bangladesh, in die Heimat seiner Eltern. Aus Erzählungen, Mythen, Fiktion, aber auch aus eigenen Erlebnissen als Besucher des Landes, wird eine ebenso kluge, wie faszinierende Geschichte erzählt.
Viel Krach, eindimensionale Texte und wundersames Schauwerk: Die Industrial-Noise-Band Fuckhead zeigte im Tanzquartier Wien im Rahmen des Theorie-Festival Scores No 6 On the bodies of religion eine ihrer legendären musikalisch-visuellen Performances. Unterstützt wird die Band von den Multimedia-Künstlern Stirnprumzer, die mit viel schwarzer und weißer Farbe meditative menschliche Schüttbilder produzieren.
Der Titel des Tanztheaterstücks von Constanza Macras und ihrer Compagnie Dorky Park in ihrer Roma-Hommage ist in mehrerlei Hinsichten zutreffend für das, was man an diesem kühlen Maiabend in der ausverkauften Tanzhalle im MQ zu sehen und hören bekommt.
Die Biografie des 'hochfürstlichen Mohren' bildet nach 15 Jahren zum zweiten Mal Stoff für eine Choreografie von Bert Gstettner, diesmal im Rahmen von OdeonTanz 3.
Stampfen, Klatschen, Fingerschnippen mit Jolika Sudermann und Alma Söderberg in "A Talk" bei den Young Choreographers Series im Schauspielhaus beim Impulstanz 2011.
Gelungener Versuch, am bahnbrechenden Theater zu scheitern.
Ko Murobushi, J.-F. Pauvros, Alain Mahé & Dorothée Munyaneza gastierten bei Impulstanz 2011 im Odeon und begaben sich auf die Suche nach einer unbekannten Sprache und nach der Erforschung des Nichts.
Wellness-Theater für Kinder ab 6 Monaten stand am Eröffnungsprogramm beim Szene Bunte Wähne Tanzfestival im Dschungel Wien.
Ein Stück über Freundschaft und Eifersucht, übers Streiten und Wiederversöhnen.
Man wird natürlich neugierig, wenn ein auf Ästhetik und Kunst getrimmter Zirkus weltweit für Begeisterung sorgt, der Zulauf dementsprechend gewaltig ist, trotz Eintrittspreisen zwischen 49 und 195 Euro. Mit der Österreich-Premiere von "Corteo" am 10. 2. 2011 ist Cirque du Soleil wieder einmal in Wien angekommen.
Das Wiener Staatsballett bringt unter dem Titel "Schritte und Spuren" einen Abend mit Choreografien von Jiří Kylían und von ihm inspirierten Kollegen.
Sabina Holzer, Jack Hauser und Martin Siewert zeigten am 13. und 14. 12. 2010 im WUK "It Is Not The Picture"; ihre performative Auseinandersetzung mit Morton Feldmann und Maurice Blanchot, ein Stück Hin-Hören und durchdringende Lektüre, in Bewegung umgesetzt.
Das Festival Tanzwut im Kosmos Theater zeigte mit "alien anonymous" von Julia Mach und "Zeilenabstand" von Claudia Wagner/changing positions ausgereifte Stücke der beiden Tanzpool-artists-in-residence.
Das Festivalpublikum, gewohnt international, jung und in den seltsamsten Klamotten gutaussehend, wird inzwischen fast ausschließlich aus den Workshopteilnehmern rekrutiert. Man zeigte sich aufmerksam interessiert an den aufstrebenden Performance-/Tanz-Konzeptkünstlern der von Christa Spatt kuratierten [8:tension]-Reihe. Die gezeigten Arbeiten schwanken zwischen kopflastig und spielerisch. Herausstechend wie schon 2009 Pieter Ampe und Guilherme Garrido.
Nach acht Jahren war die südafrikanische Produktion "We must eat our suckers with the wrappers on" von Robyn Orlin erneut in Wien zu sehen. Diese 50 Minuten lange Werbung für das Verwenden von Kondomen hat seither nicht an Aktualität verloren. Zwei Tänzer des Uraufführungsensembles sind inzwischen an den Folgen von AIDS gestorben. Trotzdem versprühte die symbolträchtige Performance Betroffenheit mit Wohlfühlaroma.
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