Ich habe Ernst Molden vor Jahren einmal live gesehen, und den Wiener Singer/Songwriter danach schnell abgehakt. Einer aus Wien, der Deutsch singt, sich selbst auf der Gitarre und Mundharmonika begleitet, und dabei Leonard Cohen genauso wie Bob Dylan oder Neil Young nacheifert, das kann doch nichts richtig Gutes sein, oder?
Sabina Hank-Fans werden mit ihrem feinen Album "Nah an mir" doppelt belohnt, da die 12 Lieder in zwei Versionen veröffentlicht werden. Die regionale Ausgabe in deutscher Sprache und ca. ab Mai 2007 die internationale Version in englischer Sprache (die CD-Kritik basiert auf die deutschsprachige Variante).
Der Klassiker aus heimischen Landen. Mithilfe von eher ungewöhnlichen Instrumenten wie Steeldrum, Ukulele oder Melodica entstauben hier Akkordeon-Virtuose Otto Lechner und Ausnahme-Gitarrist Klaus Trabitsch die alten Weihnachtshadern von jeglichem Kitsch und kleiden diese auf dem Album "Still" in ein neues, feines World Music Gewand.
Knapp vor der Veröffentlichung von "Träumer" outet sich Georg Danzer und spricht über seine Krankheit. Offen und ehrlich spricht er über seine Krebserkrankung und über die Therapie, gleichzeitig aber sagt er auch, die Lieder zu der CD "Träumer" seien entstanden als er von seiner Krankheit noch nichts wusste. Manchmal scheint eben alles verknüpft zu sein im Leben.
Im Mai 2006 feierte Bob Dylan seinen 65er. Doch das ist kein Grund, langsam an den Ruhestand zu denken – „Mr. Tambourine Man“ ist aktiv wie eh und je.
"Soul" ist Mozart-Musik als unheimlich spannendes und vitales Klangerlebnis.
Warum nicht einmal Kinderlieder von jedem Kitsch befreien und Sie mithilfe von Steel-Drum, Ukulele oder singender Säge in ein ganz neues musikalisches Gewand stecken?
Kennen Sie das Gasthaus "Zum Goldenen Löwen"? Wenn nicht, sollten Sie dem kleinen Ort Maria Anzbach im Wienerwald einmal einen Besuch abstatten.
Eine weitere gemütliche Zusammenarbeit zwischen dem österreichischen Saxofonquartett der Herren Florian Bramböck, Klaus Dickbauer, Christian Maurer und Wolfgang Puschnig im Verbund mit der portugiesischen Sängerin Maria Joao ist auf dem guten Album "Cinco" zu hören, das mit verspielten, liebevollen, Tändeleien aufhorchen lässt.
Das Mozartjahr 2006 wirft bereits seine Schatten und wenn es mal in Österreich etwas zu feiern gibt wird ja dann immer gleich umso hemmungsloser drauflos gefeiert, oftmals leider eben auch unter Verzicht auf Qualität. Dass es auch anders, nämlich mit sehr viel Qualität geht, zeigt die Big Band Nouvelle Cuisine mit "Mozart Revisted".
Mit "Tanzen" ist dem Duo Agnes Heginger und Georg Breinschmid eine Außerordentlichkeit gelungen. Tanzmusik auf Bestellung als ko(s)mische Musikperformance ohne Blödelcharakter.
Die Wiederauferstehung des Existenzialistentrios bescherte dem p.t. Publikum mit "Imma des söwe" ein Album, das sich nahtlos an die drei essenziellen Vorgängeralben „Bessa wiads nimma“, „'s spüt si o“ und „Da Höd is a Schiggsoi“ einreiht.
Jubiläumskonzert am 1. Juni mit:
Denk, Willi Resetarits (s. Foto), Baum Pur, Houseverstand und Papermoon.
Wolfgang Staribacher über Klassik, Mozart, Instrumentenkombinationen und Cross-Over.
Michael Schottenberg über das abendfüllende Live-Programm von Sabina Hank und Willi Resetarits.
Traditionen haben es in sich, irgendwann mal zu enden. Diese Tradition, von der wir hier schreiben, feierte ihr triumphales Ende am 5. April 2006 im knallvollen Porgy & Bess. Es handelte sich um das Ende der 10-jährigen Geschichte rund um Christian Mühlbacher und seine One Night Big Band.
Tatort: Wachau
Art der Tat: "Venustransit"
Täter: Ensemble Extracello, Mirkovic/Loibner, Trachtenkapelle Rossatz, Ensemble Feuchte Mutter Erde, Canti delle Donne Sarde, Katajjaq & Txalaparta
Verantwortlich: Die Gestalter des Festivals "Imago Dei“.
Weites Spektrum der persönlichen Imagination. Von Alfred Krondraf.
Ist es eine positive Folge der letzten EU-Erweiterungsrunde, dass im Jazz in der letzten Zeit vermehrt osteuropäische Künstler in den Fokus rücken? Nachdem die tschechische Sängerin Martha Topferova mit Latin-Jazz-Rhythmen wie kubanischem Son oder Merengue Publikum und Kritiker in Begeisterung versetzte, wagt sich nun eine 29-jährige in Wien lebende Slowakin an Jazz und Bossa-Nova aus Brasilien.
Das erste Konzert seit einem Jahr in Wien vom Wunderquartett geht - natürlich - im Rahmen vom Akkordeonfestival über die Bühne.
"Garude Apsa" ist der Titel der aktuellen CD von Harri Stojka Gipsysoul rund ums Thema "60 Jahre Befreiung von den Nazis", umgesetzt als musikalische Spurensuche, um "der heutigen Generation, den Kindern und Enkeln der Überlebenden, Stolz und Mut für die Zukunft zu geben". Das Ergebnis lässt sich hören und bietet zudem genug politischen Diskussionsstoff.
Drei neue exzellente Tonträger dreier Exzellenzen gibt es zu vermelden. Hubert Achleitner aka Hubert von Goisern bringt mit "Ausland" und "Warten auf Timbuktu" ein CD-DVD-Doppelpack raus, Markus Binder und Hans Peter Falkner aka Attwenger veröffentlichen mit "dog" ein weiteres ungewöhnliches Klangbildlyrik, und von Hans-Jürgen Buchner aka Haindling erschien eine Doppel-DVD namens "Haindling - live".
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