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JJ Grey zeichnet sich auf dem vorliegenden Album nicht nur
als grundsolider Songwriter aus, sondern auch als ungemein facettenreicher Rock-Sänger,
und so nebenbei auch als Multi-Instrumentalist. Neben Lead- und Rhythmus-Gitarre
bedient er nämlich auch die Sitar, das Piano, die Harmonica, Percussions,
Clavinet, Talkbox und Bass. Rückendeckung erhält er von seiner perfekt eingestellten
Band Mofro, die für Soul-Schmeicheleien genauso empfänglich ist wie für
bodenständigen Blues, den Southern Rock genauso spielen kann wie den Swamp-Funk
aus Louisiana. Es geht sich alles immer irgendwie aus, am Besten aber sind sie
dann, wenn sie in die Tiefe der Gefühlswelten eintauchen, wie z.B. in "She Don't
Know", "The Truth", "Dew Drops" und "I Believe (In Everything)". Da mutiert die
Band zum Blues-infiltrierten Soul-Ensemble samt Streicher. Das nennt man
intensive Pflege des Gemütszustands, und in diesen Balladen kommt JJ Grey auch
den großen Melodien, die die Musikgeschichte ausmachen, am nächsten. (Manfred
Horak)
CD-Tipp:
JJ Grey & Mofro – Orange Blossoms
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Musik: @@@@1/2
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Alligator/Edel (2008)
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