Wiener Festwochen

Franz Kafka und die Wiener Festwochen

Franz Kafka bei den Wiener Festwochen 2019

Der polnische Bühnenbildner und Regisseur Krystian Lupa fügt in seine Proces Interpretation von Franz Kafka Einblicke in Polens bedrückende Gegenwart.

Bye bye future, welcome past!

Geburt der Demokratie im Land der Ratten

Wiener Festwochen: Nur noch ein zahmer, eskapistischer Partykultur-Ausläufer

Rückblick auf die Wiener Festwochen 2014 - die Kritik

festwochen2014_rueckblickMit einer schaurig-schönen "Winterreise" von Franz Schubert, als Trio für Sänger, Pianist und Filmprojektor, gingen die Wiener Festwochen 2014 am 15.6. zu Ende. Es ist die erste und letzte - außerordentlich stimmige - gemeinsame Saison von Intendant Markus Hinterhäuser und Schauspieldirektorin Frie Leysen. Letztere verlässt das Team leider vorzeitig.

Wiener Festwochen 2014: Tao Ye - die Kritik

taoye1Zwei schlicht mit den Zahlen 4 und 2 nummerierte Tanzstücke zeigt der chinesische Choreograph Tao Ye mit seinem TAO Dance Theater bei den Wiener Festwochen 2014 im Odeon. Es begeistern Körper, deren Bewegungen nach einem gut gestimmten inneren Uhrwerk abzulaufen scheinen.

Wiener Festwochen 2014: Guintche - die Premierenkritik

guintche1Marlene Monteiro Freitas Gesicht verändert sich im Sekundentakt.  Gepeitscht von einer permanenten Trommelfanfare steigt sie in "Guintche" in einen auf der Bühne im brut im Künstlerhaus aufgebauten Boxring. Ihr Gesicht wird an diesem Abend Identitäten wechseln, als wäre ihre Haut aus Wachs, wandelbar und bis zur Unkenntlichkeit formbar. Von Veronika Krenn.

Wiener Festwochen 2014: The Marrabenta Solos - die Kritik

canda-festwochen1Panaibra Gabriel Canda tanzt sich in "The Marrabenta Solos" im brut im Künstlerhaus unter Gitarrenklängen Schicht um Schicht durch Spuren der Geschichte seines Landes, die seine Identität - und damit auch seinen Körper - beeinflussen. Über den Lebensbeat und den Körper als Museumsstück berichtet Veronika Krenn.

Wiener Festwochen 2014: Intérieur - Die Kritik

interieur-001Der 91-jährige französische Meisterregisseur Claude Régy zeigt bei den Wiener Festwochen Maurice Maeterlincks selten gespieltes Stück Intérieur, das mit seiner surrealen Langsamkeit und dem konsequent verfolgten Minimalismus zu begeistern verstand.

Kommune der Wahrheit. Wirklichkeitsmaschine - Die Kritik

kommune-festwochenIn der Kommune herrscht Konsens. Nachrichtenrezitationen als Kontrast zu vorgetragenen Nachrichten-Automatismen. Ein Stück Medientheorie, opulent aufbereitet bei den Wiener Festwochen 2013.

Jenseits des Meridians der Verzweiflung

kindervonwien1Im Rahmen der Wiener Festwochen bringt der Salon 5 unter der Regie von Anna Maria Krassnigg nach Robert Neumanns Roman das Bühnenstück "Die Kinder von Wien oder HOWEVERSTILLALIVE" in die Expedithalle der ehemaligen Ankerbrotfabrik.

Unruhe der Form: Die Wiener Festwochen werden politisch

stefan-weber-c-wienmuseum-didi-sattmannEs ist Luc Bondys letzte Ausgabe der Wiener Festwochen, bevor Markus Hinterhäuser 2014 die Intendanz übernehmen wird. Er blickt auf unglaublich interessante Arbeiten zurück, die in seinen vergangenen 15 Jahren hier entstanden sind. Wien ist eine der wenigen Städte, wo so etwas noch möglich ist, meint er, mit einem Blick auf das Budget, da es jenes des Odeon Theater in Paris, wohin er nun wechselt, übersteigt. Von 10. Mai bis 16. Juni wird es dezidiert politisch - und es werden neue Formate erprobt.

Schiffbruch mit verrückter Hoffnung

morgenroete-festwochenEin Schiff, dem Untergang geweiht, nimmt wissentlich die schlechtere Route mit der Erwartung und der Gewissheit, der Sturm kommt, aber die Hoffnung stirbt ja, wie bekannt, zuletzt... Ein Epos auf die Utopie und die Träume der Menschheit.

Wiener Festwochen: Die schönen Tage von Aranjuez - die Kritik

aranjuez1Zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, spielen in "Die schönen Tage von Aranjuez" von Peter Handke unter der Regie von Luc Bondy ein Spiel, erzählen sich Geschichten davon wie es war, wie es sein kann, wie es sein könnte...

Wiener Festwochen: Makulatur - die Kritik

makulatur-001Erfolgsautor Paulus Hochgatterer liefert bei den Wiener Festwochen ein postdramatisches Auftragswerk für das Schauspielhaus Wien ab. Heraus kam eine besonders ungünstig verlaufende Form aus der Gruppe der halbmodernen Regieneurosen.

Wiener Festwochen: Made in Austria - die Kritik

made-in-austria-001Als gut gemeint, aber am Ende doch "nur" eine nette Annäherung an das politisch ausgeschlachtete Thema Migration/Integration, Identität und dem Melting Pot Wien, stellt sich die Festwochen-Performance "Made in Austria" heraus.

Wiener Festwochen: Ganesh Versus the Third Reich - die Kritik

ganesh1So etwas wie Authentizität gibt es im Theater nicht (mehr). Auch nicht im Back to Back Theatre von Bruce Gladwin, das bei den Wiener Festwochen 2012 am Spielplan steht.

Wiener Festwochen: El rumor del incendio - die Kritik

el-rumorBeklemmender Geschichtsunterricht aus einer fremden Welt wird in der Theaterperformance "El rumor del incendio", einem mexikanischen Gastspiel im Rahmen der Wiener Festwochen, gezeigt.

Wiener Festwochen: Open for Everything - Die Kritik

open_for_everything_03Der Titel des Tanztheaterstücks von Constanza Macras und ihrer Compagnie Dorky Park in ihrer Roma-Hommage ist in mehrerlei Hinsichten zutreffend für das, was man an diesem kühlen Maiabend in der ausverkauften Tanzhalle im MQ zu sehen und hören bekommt.

Wiener Festwochen: Melancholie und Protest - die Premierenkritik

melancolia_3194klDepression und Demonstration: wie politisch ist die Krankheit, wie privat der Protest? Lola Arias' Erkundungen der möglichen Dimension(en) des Politischen in "Melancolía y Manifestaciones".

Gott hat etwas vor mit dir: Mission - Die Kritik

mission_2573_c_koen_broosMissionarsleben im Kongo - humanitäre Arbeit, Glaube und Zweifel. Der Vortrag, den Andrej Verweggen über seine 50 Jahre als Missionar im Kongo hält, ist so unschön wie erwartet und gleichzeitig sehr ergreifend. Dabei gibt es diesen Mann nicht einmal. Arbeitsmaterial für diese fiktive Biografie waren die Interviews, die David Van Reybrouk mit Missionaren auf seinen Reisen durch den Kongo geführt hat.

Figuren am Rand des Abgrunds: Wastwater - Die Kritik

wastwater_7346Die Festwochen 2011 präsentieren mit "Wastwater" englische Frischware. In seinem neuen Stück zeigt Simon Stephens drei lose verknüpfte Ausschnitte eines Abends, Frau-Mann-Begegnungen irgendwo in der dröhnenden Einflugschneise von Heathrow. Kammerspiel hätten wir früher dazu gesagt, filmisch heißt das jetzt und klingt gleich viel eleganter.

Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt - Die Kritik

toten_hasen_5352Joseph Beuys zeigte 1965, am Höhepunkt der unglaublich komplizierten Avantgarde-Diskussion um die Neudefinition des Kunstbegriffs, die Performance "Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt", auf gut estnisch "Kuidas seletada pilte surnud jänesele". Nichts weniger wird heute von den estnischen Künstlern erwartet. Sonst bleibt das kleine baltische Land irgendwann nur für seine Chortradition in Erinnerung.

Wiener Festwochen: Nach Moskau! Nach Moskau! - Die Kritik

nachmoskau523"Nach Moskau! Nach Moskau!" geht es in der Halle E im Museumsquartier in einer Tschechow-Collage aus "Drei Schwestern" und "Die Bauern" unter der Regie von Frank Castorf. Die Premiere fand im Rahmen der Wiener Festwochen 2010 statt.

Premierenkritik: Where were you on January 8th?

jan_8th_12__c_mohammadreza_Was kann eine Waffe in den falschen Händen anrichten? Welche Hände sind die falschen? Vier Frauen nutzen die günstige Gelegenheit, um sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Niemand soll dabei zu schaden kommen und doch verfolgt jede rücksichtslos ihre eigenen Interessen. Kommuniziert wird in dem Stück des iranischen Regisseurs Amir Reza Koohestani ausschließlich per Telefon.

Premierenkritik: Out of Context - for Pina

out_of_context_10a_0003Ein Lückenfüller-Stück. Ohne Bühnenbild, ohne Live-Musik - ganz und gar untypisch für Alain Platel. Seine nächste große Produktion wurde verschoben, aber er war seinen Tänzern schon im Wort. So entstand diese 90-minütige Etüde zwischen Hysterie und Ekstase "Out of context". 'For Pina' (Bausch) in Erinnerung an die im vergangenen Jahr verstorbene Mitbegründerin des Tanztheaters, die ihre Tänzer auf der Bühne ihre eigene Identität finden ließ.

Euripides bei den Wiener Festwochen: Helena - die Kritik

helena0121Wer unbedingt einmal einen erbärmlichen Theaterabend erleben möchte, sollte sich "Helena" im Burgtheater unter der Regie von Luc Bondy im Rahmen der Wiener Festwochen 2010, immerhin mit Birgit Minichmayr in der Titelrolle, anschauen.

Rassenstereotypen bei den Festwochen: The Shipment - Die Kritik

shipment_8594_01In New York mag in vielen Bereichen die Avantgarde beheimatet sein. In Sachen zeitgenössisches, experimentelles Theater jedenfalls nicht. "Ich würde sagen, die Kunstform Theater ist bei uns am weitesten zurückgeblieben", meint die Autorin Young Jean Lee und bildet dabei selbst keine Ausnahme. In "The Shipment" arbeitet sie sich in drei Einaktern ironiefrei an verschiedenen Rassenstereotypen ab. Dem schauspielerischem Einsatz des afro-amerikanischen Ensembles verzeiht man fast die Schwächen des Texts.

Meine Mizzi, Dein Johannes: Turbo Folk bei den Festwochen - Die Premierenkritik

turbo_folk_32Der Turbo Folk vom kroatischen Nationaltheater raste durch das Schauspielhaus Wien im Rahmen der Festwochen und bot bei der Premiere am 4. Juni 2010 eine reichlich skurrile und in erster Linie plakative und trashige Schauspiel-Revue.

Alles ist allem gleich: Die Dämonen von Dostojewski - Die Premierenkritik

demoni_03Die Zweifel im Vorfeld waren unberechtigt. Weder war ein halber Tag im Theater zu viel des Guten noch verkam die Halle E im Museumsquartier zum riesigen Schlafplatz. "I Demoni - Die Dämonen" von Dostojewski unter der Bearbeitung und Inszenierung von Peter Stein war kein öder Ruhepolster, sondern spannungsgeladene Kurzweiligkeit.



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