Vincent Glander

Die zehn Gebote - die Premierenkritik

gebot05Das fünfte Gebot ist das Einzige auf das wir uns heute noch einigen können. Du sollst nicht töten. Zumindest 70% der Befragten sind dieser Meinung. Eine noch größere Zahl jedoch - 85 % - hatte schon einmal den Wunsch jemanden umzubringen. Wenn etwas so klar ist, wie kann man darüber diskutieren? Ilija Trojanow hat für das Nachbarhaus vom Schauspielhaus Wien eine Etüde dazu verfasst.

Kassandravisionen von Kathrin Röggla: worst case - die Premierenkritik

worst-case01Kathrin Rögglas Sprachgewalt lässt Dramaturgenherzen schneller schlagen. Der Katastrophenjargon in Konjunktiv und indirekter Rede kalkuliert des Zuschauers Verwirrung mit ein. Wenn das Abgleiten der Aufmerksamkeit in die Resignation droht, setzt der Regisseur Lukas Bangerter im Schauspielhaus Wien auf Bürogymnastik, Kaffeeautomatenballett oder Cha-Cha-Cha-Einlagen zur Auflockerung.

Schwarzes Tier Traurigkeit - Die Kritik

schwarzes-tierEin konstruiertes Theaterstück von Anja Hilling, entstanden unter Laborbedingungen. In "Schwarzes Tier Traurigkeit" werden Menschen in der Natur ausgesetzt, die Katastrophe hinzugesetzt, die Folgen beobachtet. Ein sprachliches Experiment vor den Augen des Zuschauers: Sechs Leute gehen in den Wald und grillen ein Baby.

Wild wuchern die Wörter in meinem Kopf - die Premierenkritik

wild_wuchern_die_woerter"Das war sehr wild, sehr heftig und sehr gut! Hat Lust gemacht, wieder den Winkler zu lesen ... der ist echt gut!" Soweit die Kürzestfassung von Tristan Jorde, der sich ins Wiener Schauspielhaus begab, um die Premiere am 12. Mai 2009 von "Wild wuchern die Wörter in meinem Kopf. Ein Triptychon" nach Texten von Josef Winkler zu sehen.

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete - die Premierenkritik

faust-grete-schauspielhausEs ist ein sehr erfreuliches Theater, das Schauspielhaus unter der Führung Andreas Beck. Viele junge, freche Versuche und viel Schönes waren da schon zu sehen. Aber nicht immer, wie z.B. bei "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete" von Ewald Palmetshofer, gerät das Konzept - man verquicke Jungstar-Autor mit Jungstar-Regisseurin an rotierendem Bühnengerüst - deswegen auch schon zum bewegenden Theaterabend.



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