Nicht immer garantieren bekannte Namen für erstklassige Musik, immer wieder mal grenzt es an Abzocke, was einem da so geboten wird. Warum dieser Satz zu Beginn dieser CD-Kritik steht? Weil es bei "Soul Bop" schlicht und ergreifend gänzlich anders ist!
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: ESC Rec./Ixthuluh (2005)
Erika Stucky, die auf sympathische Weise vollkommen durchgeknallte Schweizer Alpenlady mit der amerikanischen Kindheit und der den Kulturschock überwindenden Ausbildung an der Pariser C.I.M Jazzschule mutiert auf ihrem dritten tönenden Streich zur Prinzessin und lässt uns an ihrem neuen, nunmehr royalem, Leben teilhaben.
Mit "Tanzen" ist dem Duo Agnes Heginger und Georg Breinschmid eine Außerordentlichkeit gelungen. Tanzmusik auf Bestellung als ko(s)mische Musikperformance ohne Blödelcharakter.
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Blue Note/EMI (2005)
Musik: @@@@@
Klang: @@@@ (historisch, aber gut!)
Label/Vertrieb: Alligator Records/Edel (2005)
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Lost Highway/Universal (2005)
Der 24-jährige Conor Oberst, Mastermind von Bright Eyes, veröffentlicht zeitgleich zwei CDs - ein stark Country-inspiriertes, akustisches, mit u. a. Emmylou Harris und ein Band orientiertes, elektronisch verziertes, mit u. a. Nick Zinner. Zwei herausragende, poetische, Alben mit Kanten und überschäumender Kreativität.
Tom Waits veröffentlicht keine schlechten Alben. Das war noch nie der Fall, und auch "Real Gone" ändert daran nichts.
Rufus Wainwright ist der traurige Prinz der neuen Singer-Songwriter-Generation und bewegt sich musikalisch stets am Hochspannungsseil zwischen Abgrund und Übermut. Mit dem Album "Want One" definiert er zudem ein ganzes Musik-Genre neu.
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: V2 Rec./Edel (2004)
Musik: @@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: EMI (2 CDs; 2004)
Die Wiederauferstehung des Existenzialistentrios bescherte dem p.t. Publikum mit "Imma des söwe" ein Album, das sich nahtlos an die drei essenziellen Vorgängeralben „Bessa wiads nimma“, „'s spüt si o“ und „Da Höd is a Schiggsoi“ einreiht.
Ein Mythos ist ein öffentlicher Traum, sagte mal Mythologe Joseph Campbell, und Metaphern, die auf ein transzendentes Geheimnis deuten, den Menschen durchs Leben geleitend. Sich musikalisch Mythen anzunähern ist freilich nix Neues und schon gar nicht im Zeitalter des culture recycling, Stichwort Retro.
Weites Spektrum der persönlichen Imagination. Von Alfred Krondraf.
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