Am Scheideweg zwischen 20. und 21. Jahrhundert erschien das retrospektiv-futuristische Country-Soul-Spektakel "Nixon" von Lambchop. Das 15-Jahr-Jubiläum des Albums wird von der Band rund um Mastermind Kurt Wagner im Rahmen einer ausgiebigen Tournee gebührend gefeiert.
Drei exquisite Bands und Special Guests erwarten die Besucher zu einer Reise durch das musikalische Leben von Harry Sokal. Am 16. Jänner groovt und swingt der Großmeister im Gasometer mit Roots Ahead, Depart und Full Circle. Begleitet wird Sokal von Gästen wie Wolfgang Puschnig, Andy McKee, Peter Madsen, Silke Grabinger u.v.a. Durch den Abend führt Frank Hoffmann.
Mit 94 Jahren starb Pete Seeger am 27.1.2014. Er war eine Schlüsselfigur der Folk-Szene, Schöpfer genuiner Songs, wie z.B. "We Shall Overcome", "If I Had A Hammer", "Turn, Turn, Turn!", "Where Have All The Flowers Gone?" Der Friedens- und Umweltaktivist veröffentlichte sein erstes Album im Jahr 1941, und noch heuer wurde er für einen Grammy nominiert. Ein Nachruf von Manfred Horak.
"Ich möchte den Kindern mitteilen, dass es sich auszahlt zu leben", hat die Autorin Friedl Hofbauer einmal in einem Interview gesagt. Am 19. Jänner 2014 wurde die Kinderbuchautorin 90 Jahre. Ein Geburtstagsständchen von Anne Aschenbrenner.
Mit dem aktuellen Album "Brothers in Bamako" hören wir Songs, die - auf der Suche nach den Wurzeln des Blues und der Afro-Amerikanischen Musik - unmittelbar berühren.
Der Gitarrist vermischt nicht Jazz und Flamenco um des Effektes willen, sondern beweist sich stets als Meister des guten Geschmacks, der es versteht Flamenco und Fusion in einem brillanten Wechselspiel zu vereinen. Live gastiert Tomatito am 30.1. im Wiener Konzerthaus.
Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren überzeugt das Duo Amadou & Mariam aus Mali mit ihren facettenreichen Grooves und Rhythmen die Musikwelt, so auch auf dem aktuellen Album "Folila".
"I pulled into Nazareth was feelin' about half past dead / Just need to find a place where I can lay my head". Mit Levon Helm starb einer der ganz großen Musiker am 19.4.2012. Sein Einfluss (als Teil von The Band) auf die bis jüngste Musikergeneration kann vermutlich gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Seit über 30 Jahren erforscht Kodo das Potential der japanischen Trommelkunst und schöpft ihre Inspiration aus der Kraft und der Schönheit ihrer Heimat, der Insel Sado im Japanischen Meer, und belebt so die alten musikalischen Urformen mit neuen, globalen Einflüssen. Live gastiert Kodo am 29. Februar in der Wiener Stadthalle.
"Ich weiß es nicht, wohin die Engeln fliegen", lautet der Buchtitel mit Liedtexten des Sängers und Volksschauspielers Ludwig Hirsch. Jetzt weiß er es möglicherweise. Ludwig Hirsch, der Geschichtenerzähler, nahm sich am 24.11.2011 in Wien das Leben.
"Er ist ein Dichterkomponistchansonnierpianist, wie es keinen zweiten dieser Art gegeben hat, gibt oder geben wird, also ist er zweifellos auch der beste, den es in seiner Art gibt", schrieb einmal Hans Weigel über Georg Kreisler, der 89-jährig am 22.11.2011 starb.
Reinhard Liebe, früher kritischer Liedermacher und Kopf der Gruppen "Der Liebe & seine Leute" und "Augustin", sowie Kabarett-Autor (etwa für Topsy Küppers), starb 65-jährig am 10.11.2011.
Wenn die Zeitungen Müll sind und die Menschen vergessen, was gestern passiert ist, dann ist die Kunst das Einzige, was bleibt.
Ein Gespräch mit dem kolumbianischen Maler Fernando Botero über seinen Werdegang und über die Wurzeln in der Kunst.
Botero kam im Sommer 1952 zum ersten Mal nach Europa und sieht in Spanien, Italien und Frankreich die Werke der Alten Meister, die für ihn fortan zu einer Quelle der künstlerischen Orientierung und Inspiration werden.
Weltweite Bekanntheit erlangte Botero für die dickleibigen Gestalten mit den unproportionierten Köpfen in seinem Werk und übte damit an den politischen Verhältnissen und dem Klerikalismus in Südamerika Kritik. Die Botero Werkschau im Bank Austria Kunstforum zeigt aber nicht nur seine skurril-witzigen Bildfiguren, sondern auch der apokalyptisch düsterer Zyklus zu Abu Ghraib, Boteros Aufschrei mit dem Pinsel, ein Gegenschlag zu den via Medien verbreiteten Horrorfotos. Der Abu-Ghraib-Folterskandal war eine Folteraffäre während der Besetzung des Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die weltweit Aufsehen erregte. Dabei wurden irakische Insassen im Gefängnis vom Wachpersonal gefoltert. Aufgedeckt wurde der Skandal durch die Veröffentlichung von Beweisfotos und Videos. Botero hat sich dabei als erster Künstler von Weltrang kritisch an den Folterskandal von Abu Ghraib gewagt. Was medial ging, nämlich Fotos und Videos zu zeigen, war im Kunstbereich nicht möglich: Museen in den USA weigern sich, die Werke zu zeigen. Als Schenkung hingegen befindet sich der Zyklus heute fast vollständig in der Sammlung der Universität Berkeley in Kalifornien.
Die Botero Werkschau ist bis 15. Jänner 2012 zu sehen. //
Interview und Text: Manfred Horak
Fotos/Abbildungen: Fernando Botero
Eher unscheinbar in einem kleinen Winkel des 1. Wiener Gemeindebezirkes versteckt sich das Theater Drachengasse. Es bringt mit dem Porträt der französischen Schriftstellerin Amandine Aurore Lucile Dupin alias George Sand eine besonders schöne Theateridee auf die Bühne.
Dylan nahm sich nach seinem Motorradunfall im Juli 1966 eine Auszeit und begab sich im Jahr darauf mit seinen Musikerfreunden von The Band in den Kellergeschoß deren Hauses, wegen des Anstrichs 'Big Pink' genannt, in West Saugerties nahe Woodstock, um Musik zu machen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war: "The Basement Tapes".
"Is it rolling, Bob?" Wir schreiben das Jahr 1969, Dylan ist verheiratet, Vater geworden, und lebt mit der Familie am Land. Auf "Nashville Skyline" lässt uns Dylan Einblick nehmen in sein privates Glück und löst nebenbei eine Neuorientierung in der Musikszene aus.
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