
Der amerikanische Erfolgsautor ist bekannt für seine episch angelegten Thriller. Nicht anders verhält es sich mit dem vorliegenden Roman. Von Manfred Horak.
Der Autor Giorgio Faletti erfreut sich in seinem Heimatland Italien als Kabarettist, Komiker und Liedermacher großer Beliebtheit. Sein erster Roman „Ich töte“ erschien im Original 2002 und verkaufte sich phänomenal. Jetzt liegt sein zweiter Roman „Im Augenblick des Todes“ vor, nur: die Reaktion auf das Werk ist nicht ganz so eindeutig.
Am Anfang ist ein Mord. Und alles wird an einem Tag geklärt, egal ob bei "Diabolus", "Sakrileg", "Meteor" oder "Illuminati". Dan Brown, oder: Megabestseller und hoch stehende Literatur sind anscheinend tatsächlich zwei Paar Schuhe. Von Manfred Horak.
Von der Dummheit zur Intelligenz zur Dummheit mit all ihren Begleiterscheinungen bei Mensch und Tier spannt sich der Bogen in „Blumen für Algernon“, dem großartigen Roman von Daniel Keyes.
Unter all den verkannten Literaten nimmt M. P. Shiel, der gekrönte König von Retonda, einer winzig kleinen und unbewohnten Antilleninsel, einen besonderen Platz ein. Er begründete damit eine „literarische Dynastie“ die über John Gawsworth bis zu Javier Marias führt.
Im Klappentext steht, der Autor Gene Wolfe wäre gefährlich. In Verbindung mit dem seebärig brummigen Gesicht des Autors kann man sich dieser Meinung nicht unbedingt anschließen. Gefährlich ist nicht der Autor ad personam, sondern seine Schreibe, denn hier droht die Gefahr von Lesesucht.
Mit der Trilogie „Otherland“ schrieb sich der Amerikaner Tad Williams an die Weltspitze der Fantastischen Literatur. Der Meister der Fantasy setzt nun mit dem ersten Band seiner neuen Trilogie seinen Siegeszug fort.
Es ist bereits der dritte Roman von Renate Kampmann in dem die Rechtsmedizinerin Leonie Simon ermittelt. Ort des Geschehens ist Hamburg und allein die detailgenaue Beschreibung der Hafenstadt macht Freude.
Joshua Sobol wurde in Israel geboren, lebte in einem Kibbuz und studierte in Paris Philosophie. Weltweit berühmt wurde der israelische Dramatiker mit dem Theaterstück „Weiningers Nacht“. Nun liegt mit „Whisky ist auch in Ordnung“ ein hervorragend geschriebener Roman vor, der von allem viel enthält.
Andrea Camilleri, gebürtiger Sizilianer, ist bekannt als Schriftsteller, Essayist, Drehbuchautor, Theaterregisseur und Erfinder des "Commisario Montalbano" sowie als Verfasser mehrerer historischer Romane über sein Heimatland Sizilien. Die "Italienischen Verhältnisse" schildert er mit Humor, Sarkasmus und viel Liebe zu seiner Heimat in Form von Kurzgeschichten.
Auch Ernst Jandl,geboren am 1. 8. 1925 Wien, gestorben am 9. 6. 2000, Wortschöpfer und Lautmaler, einer der wichtigsten Literaten der heimischen Kulturlandschaft, war einmal jung. Als Ernst Jandl jung war herrschte Krieg und Jandl wollte nur Eines, er wollte überleben um irgendwann „danach“ endlich zu schreiben, um endlich Schriftsteller zu werden. Seine Eindrücke und seine Erfahrungen im Militärdienst verarbeitete er in Briefen an seine Familie.
Klaus Siblewski hat diese nun in einem schmalen Bändchen zusammengefasst.
Johanna Driest, die Tochter des Schauspielers Burkhard Driest, schrieb diesen Roman, ihr Erstlingswerk, im zarten Alter von 14 Jahren. Worum es sich in dem Buch dreht sagt schon der Titel: „Crazy for Love“. Verrückt nach Liebe und dem was darunter zu verstehen ist sind sie also, die jungen Protagonistinnen der Geschichte.
Ereignisse und Begebenheiten aus des Autors Alltag kommen in diesem feinen Band zu Druck, freilich in sowohl feinfühliger, kluger, wie in erfrischend humorvoller Sprache.
Am 4. Juli 1999 wurde in Deutschland eine eigenartige Bronzescheibe ausgegraben, danach unter mehr oder weniger mysteriösen Umständen gehandelt und verkauft, ehe der Staat sie unter seine Fittiche nahm. Seither wird die Scheibe wissenschaftlich untersucht. Die "Himmelsscheibe von Nebra" gilt als eine der bedeutendsten Entdeckungen in der Geschichte der Archäologie und ist bereits wenige Jahre nach ihrem Fund mit Mythen der sonderbarsten Art aufgeladen bis zum durchlöcherten Rand. Was es mit der Scheibe auf sich haben könnte beschreibt Marc Hillefeld in seinem Archäo-Fantasy-Roman "Herrscher der Zeit", und wie es mit der Wahrheit aussehen könnte untersuchen populärwissenschaftliche Hefte wie National Geographic und GEO.
Mo Hayders Japan-/Chinaroman hat sich in den Bestsellerlisten festgefressen und behauptet sich dort seit dem Erscheinen mit Erfolg, nicht ganz zu Unrecht…aber auch nicht ganz gerechtfertigt.
Ein in Ansätzen hochinteressanter Kriminalroman, der nicht unbedingt darauf aus ist bis zum Schluss die Leser raten zu lassen, wer denn hier die Tat beging (obwohl die Überraschung bis dahin hält), ist "Der Außenseiter" von der Britin Minette Walters.
Der britische Erfolgsautor Nick Hornby verwöhnt in "A Long Way Down" seine Leserschaft mit vier verwirrten Protagonisten in einem vom Niveau her jedoch sehr unterschiedlichen dreigeteilten Roman und stolpert damit ansatzweise recht schwammig durch sein flapsiges Sprachgebilde.
Der Autor Fritz Habeck, 1916 in Neulengbach in Niederösterreich geboren, hatte keine konfliktfreie Beziehung zu seinem Vater. Auf der pubertären Suche nach einer Identifikationsfigur stieß der Halbwüchsige auf Francois Villon. Die Figur des ewig Suchenden nahm ihn derart gefangen, dass Fritz Habeck bereits mit 25 Jahren den Roman über das Leben seiner Kultfigur fertig gestellt und veröffentlicht hatte. 1941 war aber wahrlich nicht die Zeit in der ein Abweichler, wie Villon es nun mal war, von den damals Herrschenden mit Freuden wahrgenommen zu werden.
Tanukis sind japanische Fabelwesen die für ihr Leben gerne Sake saufen und alles vögeln was bei drei nicht auf der Palme ist. Was sie mit einem falschen Priester, einer im Viet-Nam Krieg verschollenen US-Bomberbesatzung und einem Wanderzirkus gemeinsam haben, erzählt Tom Robbins.
Giorgio Faletti, der mit diesem episch angelegten Kriminalroman in Italien weit über 400.000 Stück verkaufen konnte, weiß durchaus wie er die Spannung über 670 Seiten halten kann, obwohl sicherlich auch 500 Seiten gereicht hätten, um in seinem Debütroman alles zu erzählen.
Der chilenische Autor, der bereits mit dem bedeutendsten Literaturpreis der spanischsprachigen Welt ausgezeichnet wurde, dem Premio Cervantes, legt mit "Der Ursprung der Welt" einen prächtigen und hoch amüsanten Roman vor, gespickt mit passenden Zitaten von Seneca, wie "Was interessiert mich, was für die Natur gewiß ist, wenn es für mich ungewiß ist."
Ein Krimi ist ein Krimi, und im speziellen leben solche Bücher von den starken Charakterzeichnungen der Protagonisten. Im Falle von "Der Psychologe" ist dies die eigenwillige Polizistin Monika Pedersen.
Eine gelungene Mischung aus Spannungselementen und unterschwelligem Humor ist die Basis von "Manhattan Beat", dem in New York City spielenden Krimi vom amerikanischen Autor Jeffery Deaver, der es zudem versteht mit einer reichlich skurrilen Geschichte aufzuwarten.
Eliza Naumann, die Heldin des Buches, ist ein neunjähriges, allgemein wenig begabtes Mädchen, das in der Schule zur Überraschung aller einen Buchstabierwettbewerb gewinnt und in Folge auch die Landeswettbewerbe.
Manche Aufregungen müssen einem im Leben nicht unbedingt widerfahren, da ist's wahrlich besser ein meinetwegen fades Leben zu führen.
Die Natur ist fertig mit Ihnen.
© 2006-2020 - kulturwoche.at - Impressum