Die gute alte Dreieinigkeit aus dem Süden der USA, der Night Tripper, Dr. John und Mac Rebennack brachte New Orleans 1995 nach Montreux und spielte mit seiner 7-köpfigen Band, die er "New Orleans Social and Pleasure Club" getauft hatte, ein fast hervorragendes Konzert.
Der Sänger und Big Band Leader Cab Calloway war einer, der das weiße Amerika des verblichenen Jahrhunderts immer wieder in Erstaunen versetzte und Begeisterungsstürme hervorrief. Er schuf mit seiner Big Band Welthits wie eben "Hi-De-Ho", viele Jahre später auch von Blood, Sweat & Tears nochmals wiedererweckt und zu einem Hit gemacht und das unvergleichliche "Minnie the Moocher".
Aufgenommen und auf Bild gebannt wurde "Arcoluz" am 3. und 4. Juli 2005 auf Schloss Elmau in Deutschland. Am Programm stand Flamenco und Artverwandtes. In allerdings zeitgenössischer Form, dargebracht von Bass-Großmeister Renaud Garcia-Fons der landläufig als spanisch bezeichneten Musik und seinen erstklassigen Begleitern Kiko Ruiz und Negrito Trasante.
Am 5. April 1997 spielte der Schlagzeuger, Komponist und Big Band-Leiter Christian Mühlbacher erstmals mit einer nur für diesen Gig zusammengestellten Big Band im Porgy & Bess in Wien. Basisdemokratisch führte er die Namen der Mitwirkenden am Cover an und versagte es sich, der One Night Big Band einen Namen zu geben.
Er ist ein Gigant unter den zeitgenössischen Bassisten, zudem ist sein Name unzertrennbar mit Miles Davis verbunden. Marcus Miller veröffentlicht mit der DVD "Master of all Trades" eine Lehrstunde an Ausdruckskraft.
Neun Monate nachdem der große Innovator sein bahnbrechendes und die Fangemeinde zutiefst spaltendes Album "Bitches Brew" auf den Markt gebracht hatte stand er beim Isle of Wight Festival 1970 auf der Bühne vor mehr als 600.000 enthusiastischen Fans. Jimi Hendrix, The Who, The Doors, Joni Mitchell, Jethro Tull uvm. waren dort, die Stimmung und die Atmosphäre waren am Überkochen und Miles legte los.
Im Rahmen der Festwochen Gmunden gastierte die Grand Dame des Big Band Sounds mit einer erstklassig besetzen Truppe im Stadtheater und verführte das Publikum zu einem Ausflug in einen verrauchten Jazzclub mitten in New York der 1950er Jahre. "Appearing Nightly at the Black Orchid" benannte sie das Programm der Verführung.
Der "alte" Mann und der Sound, oder: Ewig jung und doch in Würde altern. Herbie Hancock ist ja nun wahrlich kein Jungspund mehr und könnte sich längst auf seinen wohlverdienten Lorbeeren ausruhen, aber er ist eben nicht der Typ der sich mit einigen Konzerten pro Jahr seine Altersversorgung sichert. Der immer (noch) jugendlich und fröhlich wirkende Tastenvirtuose legte eine hochenergetische Performance im Rahmen des Jazz Fest Wien auf die Bühne der Staatsoper.
Die Notwendigkeit eines Großartigen beweisen die nun erschienen CDs von Gulda. Endlich, möchte man fast sagen, wird einem der wichtigsten und innovativsten Musiker der Alpenrepublik gehuldigt. Friedrich Gulda, dem Enfant Terrible des Klaviers. Friedrich Gulda der zwei Tode starb. Friedrich Gulda der wie kaum ein Zweiter den Spagat zwischen Klassik, im speziellen Mozart, und dem Jazz schaffte.
Free Jazz Originalaufnahmen aus den frühen 1970er Jahren, die Anfang 2005 zeitgleich auf CD erschienen sind und auch einzeln erworben werden können.
Die Kontinente standen - neben Mozart - im Mittelpunkt des sehr eigensinnigen, entspannten und viel bejubelten Konzert von Chick Corea samt Jazzquartett und großem Orchester.
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