Beim Jazz am Bauernhof Festival INNtöne 2012 gastierte unter anderem auch die letzte Sängerin der legendären Count Basie Band, um dort an die hohe Kunst der Ballade zu erinnern. Denise Riedlinger traf für Kulturwoche.at die Sängerin Carmen Bradford zu einem ausführlichen Gespräch.
"The Original Debut Recording" von Christopher Hinterhuber aus dem Jahr 1998 mit Werken von Bach, Haydn, Liszt, Stravinsky und Rachmaninoff liegt nun endlich wieder auf, erstmals sogar mit internationalem Vertrieb. Welche Erinnerungen Hinterhuber an diese Aufnahmen hat und wie er sich heute, im Vergleich zu vor 14 Jahren sieht, erzählt der Pianist im Interview.
Von ihm stammen die Schubert-, Rachmaninow- und Schönberg-Aufnahmen im Kinofilm "Die Klavierspielerin" nach Elfriede Jelinek unter der Regie von Michael Haneke, und von ihm sind auch die Hände im Film zu sehen: Christopher Hinterhuber. Der Pianist spielte in den letzten Jahren außerdem mit bedeutenden Dirigenten wie Beat Furrer und unter anderem mit den Wiener Symphonikern, aktuell ist er zudem Mitglied des Altenberg Trio Wien. //
Christopher Hinterhuber: The Original Debut Recording
Musik: @@@@@
Klang: @@@@
Label/Vertrieb: Paladino Music
Interview und Text: Manfred Horak
Die Salzburger Band The More or The Less veröffentlichte im Frühjahr 2012 ihr neues, großartiges zweites Album auf Lindo Records und sind von Mai an auf Österreich-Tour. Robert Fischer sprach mit dem TMOTL-Sänger/Gitarrist Tobias Pötzelsberger über die Entstehungsgeschichte von "Keep Calm".
Singer/Songwriterin Melanie Mayr aus Salzburg, besser bekannt als Mel, veröffentlichte im April 2012 ihr zweites Album "King Street". Unterstützt von Langzeitpartner und Multi-Instrumentalist Stootsie wurde "King Street" im englischen Canterbury aufgenommen und von Ian Button ("Death In Vegas") produziert. Im Interview erzählt Mel über die Hintergründe zur Entstehung ihres neuen Albums.
Musik macht sie glücklich, und ihre Musik macht garantiert auch andere glücklich. Violetta Parisini startete 2010 mit ihrem Debüt-Album durch und legt im späten Vorfrühling 2012 das begeisternde Nachfolgealbum "Open Secrets" nach. Robert Fischer traf die Sängerin, Pianistin und Komponistin zu einem ausführlichen Gespräch, das wir in zwei Teilen veröffentlichen. Hier nun Teil 1.
Die Feilmair Brüder, Benjamin an der Klarinette und Florian am Piano, veröffentlichen mit ihrem Debüt-Album ein facettenreiches Klangbild, geprägt von Feingefühl und Spielwitz Zu Gehör gebracht werden Werke von Carl Maria von Weber, Antoni Szalowski, Jean Francaix und Francis Poulenc. Was die Feilmair Brüder antreibt, bewegt und nicht zuletzt wie die Interaktion zwischen den beiden funktioniert, erzählten sie im Interview.
Weber, Szalowski, Francaix, Poulenc steht für die Feilmair Brüder u.a. für Musik, die Freude macht und vor allem für Musik, die beide bereits in ganz jungen Jahren zu schätzen wussten. Benjamin und Florian Feilmair überschreiten mit ihrem musikalischen Feingefühl und Weltbild auf dem Debüt-Album die starren Grenzen von Klassik. Witz und Ironie, aber auch jazzige Rhythmen und Klangspektren, die bisweilen in die Nähe eines Giora Feidman kommen bestimmen die musikalischen Ideen, all das gepaart mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und hohem technischen Anspruch. //
Feilmair & Feilmair: The Debut Recording
Musik: @@@@@1/2
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Paladino Music
Interview: Manfred Horak
Foto: paladino
Hoda Mohajerani wurde Ende 1979 im Iran geboren. Später flohen Ihre Eltern vor dem Regime in Teheran nach Europa und die Familie lebte zuerst in Paris, dann in London. Seit einigen Jahren lebt die Sängerin in Wien, tritt regelmäßig in Clubs auf und hat vor kurzem ihre famose Debüt-EP "Arrivals" veröffentlicht. Robert Fischer traf die Musikerin zum Interview in einem Wiener Kaffeehaus.
Der Gitarrist Jimi Dolezal veröffentlichte 2009 sein Solo-Album "Nature's Beauty" und spielte zuletzt über 100 Konzerte mit der Mary Broadcast Band. Robert Fischer traf ihn zu einem ausführlichen Gespräch.
Mike Scharf ist in Australien geboren. Dieses Detail seiner Vita mag ob der Tatsache, dass er bereits mit vier Jahren nach Österreich gezogen ist und heute mit Frau und Kindern in Wien lebt, unbedeutend erscheinen, in Wahrheit ist aber genau jenes Gefühl des fern seins, des nicht daheim seins, wesentlich für Scharfs Drang, sich musikalisch auszudrücken.
Ein gelungener Brückenschlag zwischen Jazz, Klassik, Pop und modernen Grooves vollzieht die Pianistin, Songwriterin und Sängerin Stephie Hacker auf ihrem Debüt-Album "Sensibility". Im Interview erzählt die Musikerin über die Hintergründe des Albums und über ihren bisherigen Karriereverlauf.

Der Pianistin, Songwriterin und Sängerin Stephie Hacker gelingt auf den 11 Songs Ihrer ersten CD "Sensibility" der Brückenschlag zwischen Klassik und Jazz, dazu kommen noch Einflüsse von Pop und modernen Grooves. Unterstützt von der kompetenten Band mit Andi Tausch (guit), Robert Jukic (b) und Christian Salfellner (dr) ist Stephie Hacker das Kunststück gelungen, eigenständige Songs zu komponieren, aus denen man gleichermaßen sowohl ihre Jazzgesangs-Ausbildung als auch Ihr mehrjähriges klassisches Klavier-Studium heraushören kann, schrieb Robert Fischer in der CD-Rezension für Kulturwoche.at. Stephie Hacker stammt aus Niederösterreich, hat in Wien studiert und war neben ihren Solo-Aktivitäten auch schon bei einigen Band-Projekten wie z.B. der "Vienna Swing Factory" zu hören. Zudem ist sie immer wieder auch als Musikerin bei Theaterstücken zu hören und mit ihrem Bruder Matthias kreierte sie das Kinder-Musical "Anders". Manfred Horak traf Stephie Hacker im Cafe Don Feliciano zu einem ausführlichen Gespräch. //
Stephie Hacker: Sensibility
Musik: @@@@1/2
Klang: @@@@
Label/Vertrieb: Eigenvertrieb (2011)
Text und Interview: Manfred Horak
Fotos: Richard Dergovics
Der aus Berlin stammende Singer/Songwriter Tom Lüneburger veröffentlicht Februar 2012 sein zweites Solo-Album "Lights". Im Phoner-Interview gab ein gut gelaunter Tom Lüneburger bereitwillig Auskunft über die Entstehung des neuen Albums, musikalische Vorbilder und sein Faible für ausgefallene Brillen.
Bis 15. April 2012 präsentiert das BA Kunstforum Wien die erste große Retrospektive von Herbert Brandl, die etwa 60 Werke seit den frühen 1980er Jahren umfasst, begleitet von neuen Gemälden, die extra für die Ausstellung geschaffen wurden. Im Interview spricht Brandl u.a. über seine Annäherung ans Großformat, sowie über Zen-Buddhismus, Autodidakten und universitäre Ausbildung und den Idealfall für Kulturschaffende.
"Ich wollte das Landschaftliche immer vermeiden, aber zack, schon ist dieser Horizont wieder da. Dann ärgere ich mich und versuche ihn zu brechen", erklärte einmal Herbert Brandl, dessen farbenprächtige Bildwelt bis 15. April 2012 im Bank Austria Kunstforum präsentiert wird. Atmosphärische Farbräume mit Anklängen an Landschaften und Naturelementen ziehen sich durch das Werk von Herbert Brandl, der bereits 1992 internationalen Erfolg auf der documenta IX errang, außerdem bespielte er 2007 erfolgreich den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig, wo die Bilder vor allem durch ihr großes Format beeindruckten.
Text und Interview: Manfred Horak
Fotos: Herbert Brandl
Eine vollkommen neue Sicht auf den Text von Wilhelm Müller und die Musik von Franz Schubert, die ohne die gleichzeitige Konzentration auf den Text einen ganz anderen Stellenwert bekommt, bietet die Aufnahme von Xaver Hutter, Martin Rummel und Norman Shetler in der Fassung für Sprecher, Violoncello und Klavier. Ursula Magnes sprach mit Rummel und Shetler im Rahmen der CD-Präsentation im Wiener Musikverein über diese ganz besondere Aufnahme der "Winterreise". //
Xaver Hutter / Martin Rummel / Norman Shetler: Winterreise
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Paladino Music
Interview: Ursula Magnes
Text und Podcast-Produktion: Manfred Horak
Foto: paladino
Der Komponist Alexandros Karozas im Gespräch über den Wien-Bezug im "Kavafis Project", sowie über den Brückenschlag zwischen Kulturen, über Abschied, Verreisen und Dableiben bis hin was Kunst und Kultur gegen die Krisen dieser Welt bewerkstelligen kann.
Das musikalische Großprojekt The Kavafis Project stellt sich der Sehnsucht rund um die Themen Philosophie, Geschichte und Erotik und würdigt damit den Dichter Konstantinos Kavafis als Wegbereiter der griechischen Lyrik. Zwölf olympische Götter - zwölf eindrucksvolle Kompositionen erwartet das Publikum. Alexandros Karozas setzt mit seinem Kavafis-Projekt Maßstäbe, so viel kann man bereits im Vorfeld darüber sagen. Bei der Weltpremiere in Wien mit dabei sind George Dalaras, der wichtigste musikalische Botschafter der griechischen Gegenwart, der Iffland-Ring-Träger und einer der bedeutendsten deutschsprachigen Charakterdarsteller, Bruno Ganz als Rezitator, sowie das Wiener Kammerorchester und die Wiener Singakademie. //
The Kavafis Project
Die Weltpremiere fand am 26. November 2011 im Konzerthaus Wien statt
Vertont wurden 12 Gedichte von Konstantinos Kavafis
Komponist: Alexandros Karozas
Mitwirkende: George Dalares (Gesang), Bruno Ganz (Rezitation), Yiorgos Kountouris (Dirigent), Wiener Kammerorchester, Wiener Singakademie
Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: © Greece on Tour
Im Herbst 2011 veröffentlichte Son Of The Velvet Rat aka Georg Altziebler die großartige CD "Red Chamber Music", zudem erschienen vom steirischen Singer/Songwriter erstmals die gesammelten Song-Texte in einem Buch mit Zeichnungen von Gilbert Bretterbauer. Nach dem Konzert in der Szene Wien am 11.11. nahm sich Georg Altziebler Zeit mit Robert Fischer über die Hintergründe und die Entstehung des neuen Albums zu sprechen.
Auf dem Album "Traveller" verbindet Anoushka Shankar ihre indisch geprägte Musikkultur mit jener des Flamenco. Camillo Tossoukpe traf die Sitar-Spielerin und Komponistin während eines Kurzaufenthalts in Wien zu einem Interview.
Identität, 'Überwindung' der Kulturunterschiede, Respekt gegenüber Mitmenschen und Rechtsextremismus in Europa waren die Kernthemen des Interviews mit der niederländischen Kinderfilmregisseurin Ineke Houtman.
Bankräuber sind ein fester Bestandteil unserer Filmliteratur und lassen sich auch nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen. Wer ein überaus sympathisches Exemplar sehen will, der sollte nicht "Mein Großvater der Bankräuber" von Ineke Houtman verpassen, einer der Programmpunkte beim Internationalen Kinderfilmfestival 2011 in Wien.
Mein Großvater der Bankräuber
empfohlen von 9 bis 14 Jahren
niederländische Originalfassung
Niederlande 2011
90 Minuten, Farbe
Regie: Ineke Houtman
Mit: Zoë van der Kust, Michiel Romejn, Loes Haverkort, u. a.
Interview: Anne Aschenbrenner und Manfred Horak
Text und Foto: Manfred Horak
Das Kinderfilmfestival bietet in Kooperation mit Dschungel Wien dem jungen Publikum und Schulklassen einen Workshop zum Kinofilm "Anne liebt Philipp" an, um so ihr Filmerlebnis in spielerisch-kreativer Form aufzuarbeiten. Ein Gespräch mit Simone Weis über eben dieses Workshop-Angebot und auch quasi über den Status quo der Theater- und Filmszene für junges Publikum.
Mit Improvisation, Rollenspielen und Gesprächen unter der Leitung der Regisseurin und Theaterpädagogin Simone Weis geht es darum, gemeinsam die Schlüsselstellen des gesehenen Films "Anne liebt Philipp" (Altersempfehlung: 9+) zu entdecken und die unterschiedlichen künstlerischen Mittel von Film und Theater bewusst zu erleben. //
Interview, Text und Fotos: Manfred Horak
Ein Gespräch über das große musikalische Vermächtnis von Georg Danzer, über die Freundschaft zwischen 'Blacky' und dem Liedpoeten, über die jüngere Musikergeneration rund um Ernst Molden und Matthias Kempf, sowie über die von 'Blacky' konzipierte und gestaltete Radiosendung "Heimat bist du großer Töne - Ein Streifzug durch die heimische Musikszene", die jeden 1. Dienstag im Monat um 19 Uhr auf Radio Wien zu hören ist.
"Sie haben das Gedicht verstanden", sagte nachgewiesenermaßen Johann Wolfgang von Goethe zum böhmischen Komponisten Johann Wenzel Tomaschek (1774-1850), als dieser ihm seine 41 vertonten Goethe-Gedichte vorspielte.
Lieder, die nach und nach entdeckt werden, auch Dank der gefeierten Sopranistin Ildikó Raimondi, die nun eben diese Lieder aufnahm.
Im Interview sprachen wir über die Hintergründe des vorliegenden Albums. //
Ildikó Raimondi & Leopold Hager: Tomaschek Goethe Lieder
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Paladino Music
Interview: Manfred Horak
Fotos: Paladino Music
Entdeckt wurde die in der Schweiz lebende estnische Musikerin vom norwegischen Jazzmusiker Bugge Wesseltoft, der an der Entstehung ihres zweiten Albums "Silver Secrets" sogar beteiligt war. Produziert von Valgeir Sigurdsson (Björk, Coco Rosie) gelang Ingrid Lukas ein fein versponnenes Gesamtkunstwerk. Im Interview sprachen wir u.a. über das Album und über die 'singende' Revolution in Estland. //
Ingrid Lukas: Silver Secrets
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Emarcy Records/Universal (2011)
Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Anja Fonseka
Wenn die Zeitungen Müll sind und die Menschen vergessen, was gestern passiert ist, dann ist die Kunst das Einzige, was bleibt.
Ein Gespräch mit dem kolumbianischen Maler Fernando Botero über seinen Werdegang und über die Wurzeln in der Kunst.
Botero kam im Sommer 1952 zum ersten Mal nach Europa und sieht in Spanien, Italien und Frankreich die Werke der Alten Meister, die für ihn fortan zu einer Quelle der künstlerischen Orientierung und Inspiration werden.
Weltweite Bekanntheit erlangte Botero für die dickleibigen Gestalten mit den unproportionierten Köpfen in seinem Werk und übte damit an den politischen Verhältnissen und dem Klerikalismus in Südamerika Kritik. Die Botero Werkschau im Bank Austria Kunstforum zeigt aber nicht nur seine skurril-witzigen Bildfiguren, sondern auch der apokalyptisch düsterer Zyklus zu Abu Ghraib, Boteros Aufschrei mit dem Pinsel, ein Gegenschlag zu den via Medien verbreiteten Horrorfotos. Der Abu-Ghraib-Folterskandal war eine Folteraffäre während der Besetzung des Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die weltweit Aufsehen erregte. Dabei wurden irakische Insassen im Gefängnis vom Wachpersonal gefoltert. Aufgedeckt wurde der Skandal durch die Veröffentlichung von Beweisfotos und Videos. Botero hat sich dabei als erster Künstler von Weltrang kritisch an den Folterskandal von Abu Ghraib gewagt. Was medial ging, nämlich Fotos und Videos zu zeigen, war im Kunstbereich nicht möglich: Museen in den USA weigern sich, die Werke zu zeigen. Als Schenkung hingegen befindet sich der Zyklus heute fast vollständig in der Sammlung der Universität Berkeley in Kalifornien.
Die Botero Werkschau ist bis 15. Jänner 2012 zu sehen. //
Interview und Text: Manfred Horak
Fotos/Abbildungen: Fernando Botero
© 2006-2020 - kulturwoche.at - Impressum