Tödliche Langeweile überkommt einen 14-jährigen Jungen in den Sommerferien. Die drückende Hitze, die absolute Monotonie und dann ein Lebensverändernder Ausbruch. Was sich, von Daniel Kehlmann zu Papier gebracht, ganz spannend anhört, erfuhr eine eher enttäuschende Umsetzung.
Ein groteskes Kammerspiel mit Hang zum zornigen Sensorium verabreichte Hörspielspezialist Matthias Wittekindt dem Theaterfestival "ZORN! Dramatisches Erzählen Heute" mit seinem ebendort uraufgeführten Stück "Mann ohne Beil".
Die georgische Dramatikerin Nino Haratischwili steuerte für das feine Theaterfestival "ZORN!" die dramatische Erzählung "Georgia" bei, die in der Neuen Studiobühne im Max Reinhardt Seminar zur Österreichischen Erstaufführung gelangte. Ein Stück über Ignoranz, Leere, Trauer, Schmerz und Wut.
So poetisch der Titel, so nüchtern die Aufführung. Virtuos wird die Technik bemüht, virtuos auch die Performance der Schauspieler. Allein es bleibt ein schaler Nachgeschmack. "Moi Seul - Ich allein" von Compagnie ACTA unter Regisseur Laurent Dupont und Fotografien von Agnés Desfosses ist als Kindertheater ab 3 konzipiert.
Unter der Regie von Yvonne Zahn zeigt das Szene Bunte Wähne Theaterfestival mit dem Reality-Stück "Teddys Reisen" ein spezielles Kuscheltier-Event in 2 Teilen. Anne Aschenbrenner sah die Aufführung am 26. September 2009 im Vereinshaus Horn.
Allein schon um einmal in der Studiobühne im Max Reinhardt Seminar zu sitzen, hat es sich gelohnt eine Produktion des Zorn Festivals zu besuchen. Beeindruckt ist man dann, wenn die Darsteller unter der Regie von Steffen Jäger in Euripides' "Bakchen" ihr schauspielerisches Können unter Beweis stellen.
Nicht-Tanzen ohne Musik auf höchstem Niveau. Aber das in verschiedenen Schattierungen, in die man unterschiedlich viel hineingeheimnissen kann. Der zeitgenössische Tanz versucht sich schon seit längerem neu zu erfinden. Das Zauberwort unter den Choreographen heißt "research". Entsprechend verkopft ist es dann mitunter. Immerhin kann und darf manchmal auch gelacht werden.
Früher hätte es das nicht gegeben! Vollbärtige Tänzer in Jeans und Turnschuhen, wenig Bewegung, gedämmtes Licht und die ersten 90 Minuten überhaupt keine Musik. Das alles zu später Stunde bei der Tanzperformance "The Song" von der belgischen Kompanie Rosas und bei drückender Schwüle. Da hängt der Theaterschlaf im Volkstheater verführerisch in der Luft.
Kann es sein, dass ein einziger Mann, von dem man nichts sieht als Rastazöpfe und ein paar Armschlenker, tausend Leute in den Bann zieht? Zumal Savion Glover bei der Eröffnung des ImPulsTanz-Festivals am 16. Juli 2009 in einer Disziplin antritt, die in Österreich als ähnlich cool gilt wie die Sendung "Autofahrer unterwegs", dem Rhythm Tap, Spezialabteilung "Hoofers"? Und wie das sein kann!
Zwei dem Songwriting und den deutschen Liedermachern zelebrierende
Feste fanden im Porgy & Bess und in der Szene Wien statt - das Blue Bird
Festival vom 20. bis 22. 11., das am ersten Tag auf oberflächlichen Girlie-Pop
und elegischem Psychedelia Folk-Rock setzte und das Liederfest am 22. 11., das
mit politisch ambitionierten Auftritten zu überzeugen wusste.
Ein interessantes Konzept verfolgen Hans Escher und Bernhard Studlar mit Wiener Wortstätten, das im Rahmen des Festivals Roter Oktober im Nestroyhof vom 1. bis 31. Oktober 2007 stattfand. Dieses interkulturelle Projekt soll die Auseinandersetzung und Vernetzung zwischen Autor/innen fördern, die größtenteils aus Osteuropa stammen, jedoch in Wien leben und schreiben.
Die Performance Correspondances von Kettly Noël & Nelisiwe Xaba, die am 23.Juli 2007 im Schauspielhaus auf die Bühne gebracht wurde, bot dem Publikum eine Vielzahl an Eindrücken. Schwankten die einstudierten Bewegungsabläufe auch zwischen anspruchsvollen Tanzeinlagen auf High Heels und kuriosen Paartanz mit Puppen, so hätte die Botschaft der beiden Tänzerinnen nicht eindeutiger sein können: nämlich, die politische und soziale Lage am afrikanischen Kontinent.
Wenn eine/r eine Reise tut, dann kann er/sie was erzählen. Bei Festival-Reisen ist dieser launige Spruch besonders wahr. Doch bei der Hinfahrt zum Nova Rock Festival 2007, das dieses Jahr zum dritten Mal stattfand, konnte man wirklich nichts erzählen. Nichts Negatives, nämlich. Keine Staus, keine Unfälle, keine Hitzewallungen. Frisch und fröhlich kam man am Gelände an. Na ja, ein wenig verschwitzt, aber das hat nun wirklich nichts mit der Organisation des Festivals zu tun. Alles klappte wie am Schnürchen, die Bänder wurden wie am Fließband verteilt und die Crew war freundlich, zu Scherzen aufgelegt.
Es war ein reichlich kurioser Abend, der da im Rahmen vom ImpulsTanz Festival am 13. Juli 2007 im Kasino am Schwarzenbergplatz über die Tanzbretter abging. Es war ein Abend der Widerparts, der Gegenströmungen und der sinnentleerten Bewegungen. Ein Abend mit Loïc Touzé-Claude Delangles Elucidation, sowie Julie Nioches La Sisyphe. Ein Abend zum Schmunzeln und ein Abend zum Gähnen.
Den Auftakt zum ImpulsTanz 2007 gab am 12. Juli das international erfolgreiche Performance-Duo Jonathan Burrows und Matteo Fargion im Wiener Schauspielhaus.
Dass ein Pearl Jam-Konzert auf einem Festival nur ein schlechter Kompromiss ist, bewies die Kult-Band aus Seattle einige Tage später bei ihrem Konzert in Düsseldorf, Deutschland. Der Wind, der Regen. Die vielen Besucher, die wegen anderer Bands das Festival besuchen und die dadurch fehlende Stimmung. Der kilometerlange Weg zum Parkplatz. Alles, was auf dem Nova Rock-Festival 2007 nervte, verkehrte sich bei der "normalen" Performance in Düsseldorf ins komplette Gegenteil.
Tatort: Wachau
Art der Tat: "Venustransit"
Täter: Ensemble Extracello, Mirkovic/Loibner, Trachtenkapelle Rossatz, Ensemble Feuchte Mutter Erde, Canti delle Donne Sarde, Katajjaq & Txalaparta
Verantwortlich: Die Gestalter des Festivals "Imago Dei“.
Es ist Jahr für Jahr ein Festival der großen Gefühle und hohen Erwartungen.
Bei der diesjährigen Hauptversammlung der Generation 40 plus in St. Pölten hatten sich die Mitglieder auch ein paar Musikanten eingeladen um mit ihnen zu feiern und Erinnerungen an die Jugend bei kühlem Bier unter knallheißer Sonne auszutauschen und für zwei Tage alte Mythen wiederzubeleben.
Nach einem pannenreichen Debüt im Vorjahr versprachen die Veranstalter alles besser und schöner zu machen. Das Ergebnis fiel zwar besser aus als erwartet, dennoch gibt es einige verbesserungswürdige Punkte.
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