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Die Band dankte und spielte
sich durch ein sensationelles Set. Durch ein derart sensationelles, dass der
Entschluss gefasst wurde, daraus ein Live-Album zu machen. Lieder aus dem
Zeitraum 1996 bis Gegenwart, zwei bis dato unveröffentlichte Lieder inklusive. Erstes
Fazit: Ich habe schon lange kein Live-Album mehr gehört, dass mich derart in
den Bann zieht. Danny Dziuk und seine Musikerkollegen an diversen
Saiteninstrumenten, Schlagwerk und
Keyboard verführen mit den Stilmitteln Blues und Laidback in süchtig machender
Manier. Zwölf Lieder kommen zu Gehör, herausragend dabei die Coverversion „Fisch
& Pfeifen“ (Original von John Prine), des weiteren der Einstieg mit „Fenster
fremder Leute“, sowie „Kopf & Herz“, das abschließende „Zu alt“ und das
neue Lied „Des iss ja des!“, das in der Liederbestenliste Deutschland bereits
auf Platz 1 war. Feinste Melodien mit sensiblen Rhythmen und Herz-Texten zum
tief einatmen bleiben vor dem Hörer unwiderruflich stehen: „Wenn 2 zueinander
passen, dann werden sie nicht viel vermissen/für die einen leicht zu fassen,
für die anderen schwer zu wissen/sie könnten wie 2 Spiegel sein, die sich
gegenseitig reflektieren/der eine für den andren eine Art von Therapie auf Herz
und Nieren/passiert nicht allzu oft, mein Kleiner, darauf kannst du dich
verlassen/dass 2 zueinander passen“, singt Dziuk z.B. in „Wenn 2 (zueinander
passen)“, und man hört ihm gerne zu wie er über einen Sachverhalt wie diesen
sinniert, oder, wenn er wie im selbstpersiflierenden „Zu alt“ Hans Rohe rappen
lässt „mit dir zu reden ist wie Nekrophilie/die Gesicht ist was für ARTE, aber
nicht für MTV“ dem Groove freien Lauf lässt, hat man das Gefühl, dass Dziuks
Küche an diesem Abend jede Band der Welt locker an die Wand gespielt hätte. Zweites,
und letztes, Fazit: Auf „Live im Quasimodo“ hört man eines jener Live-Aufnahmen
mit dem Prädikat „Essenziell“. (Manfred Horak)
CD-Tipp:
Dziuks Küche - Live im Quasimodo
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Musik: @@@@@@
Klang: @@@
Label/Vertrieb:
BuschFunk/www.buschfunk.com (2007)
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