Musik: @@@@@
Klang: @@@@
Label/Vertrieb: alert/Extraplatte (2007)
Sex Sells (immer noch). Holly
Cole ist ein Chamäleon der Sangeskunst. Kaum eine andere Sängerin
schafft es, in so vielen Bereichen gleichzeitig daheim zu sein und dem
Hörer zu vermitteln, es wäre ihre einzige Heimat. Swing, Blues, Pop,
Jazz, Christmas Songs und selbst Reggae, sowie Country and Western standen
auf ihrem Programm.
Auf
dem namentlich betitelten Album Holly Cole lässt sich die Sängerin von
ihrem Produzenten Greg Cohen wieder in neue Bereichen führen. "Die
Idee war einfach, Holly in eine neue Arena zu schubsen und sie
herauszufordern", so Greg Cohen, der das Werk gemeinsam mit Cole
produzierte. "Holly ist eine der größten Sängerinnen, die wir heute
haben. Wenn sie singt, liefert sie eine Interpretation von großer
Aufrichtigkeit und sie gibt einem das Gefühl, als habe sie den Song
selbst geschrieben. Von ihrer Intonation und Phrasierung her, ihrem
Sinn für Dynamik, der genauen Ausgestaltung jeder Zeile und ihrem Sinn
für Überraschungen, hat ihr Gesang all das, was wir gemeinhin auch mit
den großen Solisten und Instrumentalisten des Jazz verbinden." Damit setzte Cohen zwar hohe Erwartungen in die vielseitige Sängerin, wurde aber nicht enttäuscht.
Topmusiker
wie Matt Munisteri (Gitarre), Steven Wolf (Schlagzeug) und der
Arrangeur und Pianist Gil Goldstein wurden verpflichtet, um die
musikalischen Vorstellungen punktgenau umzusetzen. Es gelang perfekt. Holly
Cole ist zu einer fantastischen Jazzsängerin gereift und scheint, nach
vielen Versuchen in anderen Genres, endlich ihre wahre Heimat gefunden
zu haben. Dass
ihre optische Erscheinung auch nicht von vorgestern ist und dass sie
diese verkaufsträchtig einsetzt sollte man ihr nicht zum Vorwurf machen.
(akro)