| Carlos Santana hat also nie etwas anderes gespielt als "DEN" Blues - diese weltumspannende Mutter jedweder Musik. Punkt.
DVD 1: Geboren wurde Bobby Parker 1937 in Lafayette,
Louisiana, und
der Gitarrist, Sänger und Songschreiber wurde von etlichen bekannten
Musikern als Vorbild genannt, darunter Eric Clapton, Jimmy Page und vor
allem von Carlos Santana. 1961 hatte Parker mit "Watch your Step" einen
Hit, der später unter anderem von der "Spencer Davis Group", "Dr.
Feelgood" und eben Carlos Santana neu eingespielt wurde. Auch wenn
dieser Hit auf der DVD fehlt, Blueshadern (sind es eigentlich
Blueshadern?) wie ""Straight up no Chaser" und "I ain't no
Superstitions" machen seinen Auftritt sinnlich. Und da Blues eben immer
schon ein Teil der
musikalischen Welt von Carlos Santana war, tritt der Gitarrist bei
"Chill out" und "Melow down easy" saitenmäßig
in Erscheinung.
DVD 2: Clarene "Gatemouth" Brown ist der typische Vertreter einer
Bluesrichtung, die sich nicht um irgendwelche Schubladisierungen
kümmerte. Clarence "Gatemouth" Brown starb 2005 in Orange, Texas. Er
war einer der amerikanischen Musikheroen, der neben der Gitarre auch
andere Instrumente wie Mandoline, Mundharmomika, Piano und Schlagzeug
beherrschte. Auch stilistisch konnte man Clarence "Gatemouth" Brown
niemals eindeutig einer Musikrichtung zuordnen. Neben dem Blues war er
auch im Jazz, Bluegrass, Zydeco, Cajun und Calypso zu Hause. In
Montreux spielte er 2004 einen Querschnitt durch alle seine bevorzugten
Stile und Carlos Santana sowie Buddy Guy konnten sich nicht halten ihn auf einer grandiosen Version von "I've got my Mojo
working" zu begleiten. Beim "Okie Dokie Stomp" wirkte zudem auch Nile Rodgers mit. Dig
it man, dig it!
DVD 3: Muddy Waters und B.B. King hatten den Grundstein gelegt. Buddy
Guy, dem der Mitschnitt von DVD 3 gewidmet ist, machte sich dieses
Vermächtnis zu eigen und entwickelte einen Blues, der auf dramatische
Weise der West Side von Chicago Ausdruck gab. Seine Musiker und seine
Musik gaben darin dem Ärger und der Frustration derjenigen Ausdruck,
die vom Nachkriegswohlstand in den USA herzlich wenig spürten. Aber
auch wenn der materielle Wohlstand fehlte, war der Blues reich an Ideen
- vom Uptown Blues B.B. Kings und der Ausdrucksvielfalt des R&B bis
hin zu den Gospel-Songs. "Good morning liitle schoolgirl", "Hoochie
Coochie Man" und "Fever" seien hier besonders erwähnt. Carlos Santana
und Bobby Parker mischen sich bei "Jam Session 1 & 2" sowie "So
many roads, so many trains" mit Verve ein. Buddy Guy wurde 2005 übrigens in die "Rock and
Roll Hall of Fame" aufgenommen. (akro)
Link-Tipp:
Santana, Carlos – Hymns for Peace
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